24.05.2022 11:23 |

311.000 ohne Job

„Lage weiter positiv“: Wieder weniger Arbeitslose

Die wöchentlichen Arbeitslosenzahlen sind erneut gesunken. Im Vergleich zur Vorwoche gibt es um 3694 Arbeitslose und AMS-Schulungsteilnehmer weniger. „Diese positive Entwicklung ist unter anderem auf saisonale Effekte zurückzuführen, die in der Regel bis zum Sommer zu einem Rückgang bei der Arbeitslosigkeit führen“, kommentierte Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher (ÖVP) die aktuellen Arbeitsmarktdaten.

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Derzeit haben 311.086 Personen keinen Job, davon sind 237.842 arbeitslos gemeldet und 73.244 nehmen an AMS-Schulungsmaßnahmen teil. Die aktuellen Arbeitslosenzahlen sind um rund 35.000 niedriger als vor der Corona-Pandemie im Mai 2019. Aktuell sind 51.476 Personen zur Kurzarbeit vorangemeldet. In der Vorwoche waren es noch 53.023 Voranmeldungen.

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Die Lage am Arbeitsmarkt ist weiterhin positiv.

Wirtschaftsminister Martin Kocher

Trotz Ukraine-Krieg, Lieferkettenproblemen und hohen Energiepreisen sei die Lage am Arbeitsmarkt „weiterhin positiv“, so der Arbeits- und Wirtschaftsminister am Dienstag. Nach dem Rücktritt von Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) Anfang Mai erhielt Kocher auch die Wirtschaftsagenden.

Wirtschaft letztes Jahr härter getroffen
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Österreich war von 8. bis 14. Mai um 6,77 Prozent höher als vor einem Jahr, geht aus dem OECD-BIP-Indikator hervor. Im Vorjahr war die heimische Wirtschaft noch stärker von der Corona-Pandemie belastet. In manchen Branchen schlage die Unsicherheit aber nun durch und man verzeichne „eine abflauende Konjunktur“, sagte Kocher. Die Aussichten für die Industrie und den Export hätten sich „leicht verschlechtert“. „Wir hoffen, dass sich das nicht verfestigt.“ Der Wirtschaftsminister ortet hierzulande insgesamt aber noch „eine gute wirtschaftliche Entwicklung“. Wirtschaftsforscher erwarten heuer ein Wachstum des heimischen Bruttoinlandsprodukts von 3,9 Prozent.

Handlungsbedarf bei Teuerung
Beim Thema Teuerung sieht Kocher Handlungsbedarf. „Die Inflation führt zu großen Verwerfungen.“ Man werde als Regierung versuchen, mit den Planungen für ein weiteres Entlastungspaket „möglichst weit in den nächsten Wochen zu kommen“. Die Maßnahmen müssten „gut abgewogen sein“. Einen konkreten Zeitplan für weitere Maßnahmen gibt es laut dem Arbeits- und Wirtschaftsminister aber noch nicht.

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