24.05.2022 11:29 |

FPÖ-Kandidatin?

Fürst bringt sich gegen Van der Bellen in Stellung

Die Freiheitliche Susanne Fürst gehört offenbar zum „engeren Kreis“ jener in der FPÖ, die gegen Amtsinhaber Alexander Van der Bellen in den Bundespräsidentschafts-Wahlkampf ziehen wollen. Und sie bringt sich bereits in Stellung: So kritisierte sie Van der Bellen am Dienstag vor Beginn der Befragungen im ÖVP-Untersuchungsausschuss, wo sie zum blauen Team gehört.

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Auf die Frage nach einer Kandidatur meinte sie: „Ich gehöre offenbar zum engeren Kreis der Kandidaten“, die sich Parteichef Herbert Kickl überlegt habe.

Entscheidung „in absehbarer Zeit“
Eine Entscheidung darüber, wer aus den blauen Reihen gegen Van der Bellen antreten soll, werde es „in absehbarer Zeit“ geben. Dies sei auch intern noch offen, betonte sie. Gefragt sei „ein guter Kandidat“, der sich Themen inhaltlich stellt, egal ob männlich oder weiblich. Dass der bereits einmal gescheiterte Norbert Hofer noch einmal gegen Van der Bellen antritt, gilt als ausgeschlossen.

Auch Fürst kritisiert FPÖ-like „unterschiedliche Maßstäbe“
Fürsts Kritik betraf konkret Van der Bellens Aussagen in der ORF-„ZiB2“ vom Montag. Dort hatte der Bundespräsident das Verhalten der freiheitlichen Hauptdarsteller im Ibiza-Video kritisiert, in der ÖVP-Umfragenaffäre gelte für das Staatsoberhaupt hingegen die Unschuldsvermutung. Es sei „sehr überraschend, wie er ganz offensichtlich mit unterschiedlichen Maßstäben hantiert“, so die blaue Abgeordnete.

Dass sie sich ausgerechnet vor den Befragungen im U-Ausschuss zum Justizstreit ungefragt auf Van der Bellen einschießt, fand Fürst nicht ungewöhnlich. Die Aussagen des Bundespräsidenten hätten ja Ausschussthemen betroffen, argumentierte sie. 

MFG überlegt Kandidatur
Auch die Impfgegner-Partei MFG will im Sommer übrigens über einen möglichen Kandidaten entscheiden. Bundesgeschäftsführer Gerhard Pöttler ließ ausrichten, seine Partei sei mit der Amtsführung Van der Bellens „unzufrieden“, weil er faktisch alle Covid-Gesetze abgesegnet habe.

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