Tierschützer erfreut

Minister Rauch denkt über Fiaker-Verbot nach

Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) - der auch für den Tierschutz zuständig ist - hat empfohlen, über ein Verbot von Fiakern zumindest nachzudenken. Es stelle sich die Frage, ob der Einsatz von Fiakern in einer Großstadt überhaupt noch zeitgemäß ist.

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"Man sollte sich Gedanken darüber machen, nämlich wirklich aus Gründen des Tierschutzes, ob man ein Pferd diesem Stress aussetzen sollte", befand der Minister. Er würde eine Debatte darüber begrüßen, ob Wien auf Fiaker insgesamt verzichten könnte, sagte er. Er plädierte dafür, diese Diskussion unabhängig von der Frage zu führen, ab wann die Pferde hitzefrei bekommen. In Wien gilt für Fiaker ein Hitzefahrverbot ab 35 Grad Celsius. Angestrebt wird von der Stadt, dass die Gespanne schon ab 30 Grad pausieren dürfen. Allerdings gibt es hier Unstimmigkeiten zwischen Bund und Wien, wer dies rechtlich umsetzen könnte.

„Wir sind über den mutigen Vorstoß von Bundesminister Johannes Rauch zum Thema Fiaker-Verbot hoch erfreut“, so die Tierschutzoganisation „Vier Pfoten“ in einer Aussendung. Traditionen, die auf dem Rücken von Lebewesen erhalten werden, hätten im 21. Jahrhundert einfach keinen Platz mehr. Andere Städte haben es bereits vorgemacht. Das bisherige Mauern der Fiaker-Branche und der fehlende Mut der Politiker hätten ein Verbot bislang verhindert. „Wir können Bundesminister Rauch für seinen Vorschlag nur gratulieren“, heißt es weiter.

 Tierecke
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