Um 500 Millionen Euro

„Post City“ in Linz mit elf (!) Türmen auf Schiene

Obwohl die Post schon 2014 aus ihrem ehemaligen Verteilerzentrum beim Hauptbahnhof ausgezogen war, dauerte es bis 2019, ehe man ein 500-Millionen-Euro-Projekt präsentierte, das nun – weitere drei Jahre später – in einer überarbeiteten Version realisiert werden soll. Flächenwidmung und Bebauungsplan sind auf Schiene.
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Im November 2019 hatte Post-General Georg Pölzl eine für den Standort visionäre Lösung mit attraktiven Wohn- und belebten Handelsflächen, modernen Gewerbe- und Büroflächen sowie ausreichend Grün- und Freiräumen versprochen. Gestern präsentierten Stadtchef Klaus Luger und Planungsstadtrat Dietmar Prammer (beide SPÖ), was nun wirklich kommen soll.

Gebäude mit 16 bis 17 Geschoßen
In Summe sollen auf einem 45.000 m² großen Areal elf Gebäude mit Wohnungen, Büro- und Geschäftsflächen sowie ein Hotel mit insgesamt 148.500 m² Bruttogeschoßfläche entstehen. Die Gebäude sind 60 bis 70 Meter hoch und umfassen 16 bis 17 Geschoße. Laut Prammer wurde der Grünanteil nach der Erstpräsentation nochmals erhöht, der neue Stadtteil wird durch 6000 m² Parkflächen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Zudem sind 8000 m² Grünflächen auf Dächern und Dachterrassen geplant. Wahrscheinlich kommt auch daher die Namensänderung von „Post City“ auf „Post City Gardens“. Stadtchef Luger: „In bester Bahnhofsnähe werden hier hochwertige Arbeitsplätze, besonders in der Digitalisierungs- und Innovationsbranche, entstehen. Für hoch qualifizierte Arbeitskräfte, die nur einen Teil ihrer Arbeitszeit in Linz verbringen und hier nicht dauerhaft wohnen, ist dieser Standort ideal. Das Besondere aber ist, dass es möglich sein wird, vorher versiegelte Flächen wieder der Natur zurückzugeben und innerstädtische Erholungsareale für die Menschen zu schaffen.“

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Nur um die Dimension des neu geschaffenen Grünareals bewusst zu machen: Es handelt sich um eine Fläche, die größer ist als der Hauptplatz.

Klaus Luger, Linzer SP-Bürgermeister

Erste Bauphase ab 2024
Der Bau der neuen „städtebaulichen Visitenkarte“ für Linz wird in mehreren Etappen erfolgen und soll bis 2030 abgeschlossen sein. In der ersten Bauphase mit Beginn 2024 sollen vier Gebäude für Wohnungen, Büros, ein Hotel und Handelsflächen sowie dazugehörige Tiefgaragen errichtet werden. Die Abbrucharbeiten am alten Postverteilerzentrum, die ursprünglich für Ende 2020 anberaumt waren, sollen nun im nächsten Jahr vonstatten gehen.  Wie geht’s jetzt weiter? Am 16. Mai wird das Projekt im Ausschluss beraten, danach braucht es nur noch einen Beschluss in der nächsten Gemeinderatssitzung am 24. Mai.

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Die Anreisenden mit dem Zug sollen den Eindruck einer dynamischen, wirtschaftlich florierenden und vor allem grünen Stadt Linz erhalten.

Dietmar Prammer, Linzer SP-Planungsstadtrat

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