Supercup bei Saudis

Pique zu Millionen-Deal: „Alles legal, bin stolz“

Fußball International
19.04.2022 17:04

Barcelonas Starverteidiger ​​Gerard Pique hat jegliches Fehlverhalten rund um einen Deal, den spanischen Supercup nach Saudi-Arabien zu bringen, bestritten. Seiner Firma Kosmos hatte das Geschäft 24 Millionen Euro Provision eingebracht. „Ich habe absolut nichts zu verbergen, es ist alles legal“, sagte Pique am Montag bei einer nächtlichen Pressekonferenz, die auf seinem Social-Media-Kanal übertragen wurde.

Zuvor hatte die Webseite El Confidencial durchgesickerte Audioaufnahmen aus dem Jahr 2019 veröffentlicht, die Details über den Vertrag enthüllten, den der spanische Fußballverbandspräsident Luis Rubiales und Pique mit Saudi-Arabien ausgehandelt hatten. Dieser beinhaltete, dass Kosmos vier Millionen Euro für jede der in dem Golfstaat geplanten sechs Supercup-Ausgaben erhält. Saudi-Arabien werden schwere Menschenrechtsverstöße vorgeworfen.

„Wir können über Moral diskutieren, aber das einzige Illegale ist das Durchsickern der Audioaufnahmen. Ich sehe auch keine ethischen Probleme oder Interessenskonflikte. Im Gegenteil, ich bin stolz auf die spektakuläre Arbeit, die wir geleistet haben, um den spanischen Supercup nach Saudi-Arabien zu bringen“, betonte Pique. Er erklärte, dass die vier Millionen Euro, die Kosmos pro Turnier kassiere, zehn Prozent der 40 Millionen Euro darstellen, welche die saudischen Behörden dem spanischen Verband jedes Jahr für die Cup-Austragung zahlen. Diese Provision liege unter dem üblichen Marktwert von 15 bis 20 Prozent, so der Barca-Verteidiger, der rechtlich gegen die Veröffentlichung vorgehen will.

Der spanische Fußballverband vertrat eine ähnliche Haltung. „Wir verstehen nicht, wie eine so klare, positive und saubere Operation zu Kontroversen führen kann. Wir alle wissen, dass hier nichts Illegales ist“, sagte der Kommunikationschef des Verbandes, Pablo Garcia Cuervo, am Dienstag gegenüber Cadena Ser. Die Entscheidung, den Supercup nach Saudi-Arabien zu verlegen, hatte zu heftiger Kritik wegen der Menschenrechtsbilanz des Golfstaats geführt.

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(Bild: KMM)



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