16.04.2022 14:30 |

Winter-Saison 2021/22

Tragische Bilanz: 24 Tote in Salzburgs Bergen

Im vergangenen Winter herrschte in der heimischen Bergwelt wieder Hochbetrieb. Alle Hände voll zu tun hatten deswegen die Einsatzkräfte von Flugrettung, Alpinpolizei und Bergrettung. Während sich die Unfallzahlen wieder dem Zehn-Jahres–Schnitt annähern, sticht die Zahl der Berg-Toten dramatisch heraus.
Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

24 Menschen verloren im vergangenen Winter in den Salzburger Bergen ihr Leben. Das ist ein trauriger Höhepunkt der vergangenen Jahre. In der vorletzten Saison 2020/2021 verstarben neun Personen, in den vergangenen zehn Jahren waren es im Schnitt 19.

In besonders tragischer Erinnerung: Das Lawinenunglück auf der Twenger Lackenspitze am 5. Dezember 2021. Drei junge Skitourengeher im Alter von 19 und 24 Jahren hatten wohl die Neuschneemenge und die Windverfrachtungen unterschätzt. Für die Tour bei Lawinenwarnstufe 3 bezahlten sie mit ihrem Leben. Es war das größte Lawinenunglück in Salzburg in den vergangenen 20 Jahren.

Eine einsatzreiche Phase stand für die Bergrettung im Februar ins Haus. Eine Schlechtwetter-Periode bescherte den Rettern teils Einsätze im Minutentakt. Zahlreiche Lawinen und Schneebretter forderten die Einsatzkräfte von Bergrettung und Alpinpolizei.

Zitat Icon

Es ist essenziell, das Bewusstsein der Menschen, die sich im alpinen Bereich aufhalten, für Risiken zu schärfen. Prävention wirkt und wir können noch besser werden.

Peter Paal, Präsident des Kuratoriums für alpine Sicherheit und Mediziner

Auf den heimischen Pisten verletzten sich 811 Wintersportler – für acht von ihnen kam jede Hilfe zu spät. Häufigste Ursache waren dabei akute Erkrankungen und Stürze in Folge von Unachtsamkeit. Die weitaus größte Gruppe der Verunfallten war dabei deutscher Staatsbürgerschaft.

Tourengeher langsamer und sicherer unterwegs
Deutlich weniger Verletzte gab es in den Reihen der Skitourengeher. Lediglich 94 Tourengeher trugen Blessuren davon. „Viele sind mit ihren Tourenskiern im niedrigen Geschwindigkeitsbereich unterwegs“, erklärt Hans Ebner von der Alpinpolizei. Deswegen fiele die Zahl der Unfälle geringer aus als man angesichts des Touren-Booms erwarten würde, folgert der Experte.

Dennoch: Sieben Ski-Bergsteiger kamen abseits von Lawinen in der Salzburger Bergwelt um.

Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Donnerstag, 19. Mai 2022
Wetter Symbol
(Bild: Krone KREATIV)