Der große Erfolg von Anna Kiesenhofer in Tokio belebt den Frauen-Radsport nur bedingt. Viel wichtiger: Beim Bundesliga-Auftaktrennen in Leonding wird auch den weiblichen Fahrern eine Plattform geboten.
Gefühlt gab es keine Rad-Pressekonferenz oder -Veranstaltung seit dem Sommer 2021, bei der nicht der sensationelle Triumph von Anna Kiesenhofer in Tokio hervorgehoben wurde – um dabei zu betonen, dass sich der Erfolg sehr positiv auf den Rad-Sport und vor allem die weiblichen Radler auswirken würde
„Für die öffentliche Wahrnehmung ist das natürlich gut, aber Helden müssen auch greifbar sein“, glaubt OÖ-Vize Walter Ameshofer aufgrund der spezifischen Situation von Kiesenhofer (lebt in der Schweiz und fährt nur einzelne Rennen) nicht an einen echten Booster für den Sport.
Viel mehr hilft dabei wohl, dass ab heuer in der Rad-Bundesliga, die am Sonntag in Leonding eröffnet wird, Frauen und Männer gleichviel Preisgeld bekommen und den Fahrerinnen auch eine Plattform geboten wird. So wird beim Eröffnungsrennen nicht nur der Herren-Bewerb live über den Kanal K19 übertragen. Ab 10.45 Uhr gibt‘s auch den Auftakt der Frauen exklusiv mit Kommentatoren im Livestream zu sehn. „Das war schon längst überfällig, der Frauen-Radsport wird leider noch viel zu oft diskriminiert“, ist auch Wels-Profi und Vorjahressieger Moran Vermeulen froh, dass er und seine männlichen Kollegen nicht mehr alleine im Rampenlicht stehen.








Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.