Im Jahr 1938 mussten die Eigentümer der Villa Wellenau das Land verlassen. Die im Haus aufbewahrten Wertgegenstände wurden später versteigert - und nun endlich an die Erben der mittlerweile abgerissenen Villa zurückgegeben.
Im Jahr 2003 beschloss das Land Vorarlberg, alle Kulturgüter, die während der Zeit des Nationalsozialismus den Eigentümern entzogen worden waren und sich heute im Eigentum des Landes Vorarlberg befinden, den jeweiligen Erben zurückzugeben. Im Zuge der vom vorarlberg museum in Auftrag gegebenen Provenienzforschung wurde schließlich ein Fall zu Tage gefördert, der bis dahin unentdeckt geblieben war: die Villa Wellenau bei Bregenz.
Bei Versteigerung einige Objekte erstanden
Die Bewohner übersiedelten 1938 in die Schweiz, und die Villa wurde samt Inventar als „Feindvermögen“ zwangsverwaltet. Bei einer Versteigerung von Mobiliar im Jahre 1942 erwarb unter anderen Adolf Hild einige Objekte und Gemälde, auch eine Porzellansammlung war dabei. Hild war damals Leiter des Gaumuseums Bregenz.
Nach langen Verhandlungen konnte der Restitutionsfall schließlich im vergangenen Herbst für alle Parteien zufriedenstellend abgeschlossen werden. Eines der betreffenden Gemälde, eine Arbeit von Künstler Fritz Krcal, wurde nun vom vorarlberg museum angekauft. Die anderen Objekte, Gemälde, Zeichnungen und die Porzellansammlung werden den Nachfahren derzeit gerade zurückerstattet.








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