Lebensmittel

Tirols Händler sehen kein Ende der Teuerung

Tirol
05.03.2022 19:00

Die hohen Teuerungsraten bringen Konsumenten und den heimischen Handel unter Druck. Stefan Mair, Gremialobmann des Tiroler Lebensmittelhandels, rechnet damit, dass auch die Lebensmittelpreise stark nach oben getrieben werden.

Die Inflation erreicht derzeit laufend neue Höchstwerte. Die Kunden merken die Teuerung nicht nur an der Zapfsäule beim Tanken. Auch Lebensmittel wurden und werden zum Teil empfindlich teurer. Dies sei nicht zuletzt den steigenden Energie- und Rohstoffpreisen geschuldet, erklärt Stefan Mair, Gremialobmann des Tiroler Lebensmittelhandels. Er prophezeit, „dass die Lebensmittelpreise sukzessive weiter steigen werden.“ Eine Entspannung sei derzeit nicht in Sicht.

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Neben den steigenden Kosten für Rohstoffe, Energie und Mieten wirken sich derzeit auch Ernteausfälle aus dem Vorjahr und die Aktivitäten für mehr Klimaschutz preislich entsprechend aus.

Lorenz Wedl, Sprecher der Gastrogroßhändler

Ähnlich die Einschätzung von Lorenz Wedl, Sprecher der Gastrogroßhändler im Tiroler Lebensmittelhandel: „Neben den steigenden Kosten für Rohstoffe, Energie und Mieten wirken sich derzeit auch Ernteausfälle aus dem Vorjahr und die Aktivitäten für mehr Klimaschutz preislich entsprechend aus. Hinzu kommen die nach wie vor großen Störungen der globalen Lieferketten und allgemein ein Mangel an Verpackungsmaterial.“

Wedl weist darauf hin, dass damit auch der Handel unter großem Preisdruck stehe. Innerhalb eines Jahres seien etwa die Preise für Kaffee und Zucker um 50 Prozent gestiegen, jene für Weizen um 40 Prozent und für Rapsöl um 75 Prozent.

Trend zu Regionalität als ein Lichtblick in der Krise
Die Corona-Krise hat laut den beiden Handelsvertretern aber auch eine positive Entwicklung verstärkt. Immer mehr Kunden kaufen bewusst regional. „Es ist deutlich festzustellen, dass regionale Lebensmittel immer weiter an Wertschätzung gewinnen“, sagt Mair. Das spare Ressourcen und erhöhe die Flexibilität bei der Warenbeschaffung. Überdies sei es wichtig zu betonen, „dass heimische Lebensmittelproduzenten von der regionalen Wertschöpfung profitieren. “

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