Der viel beachtete dritte Sprung im Big-Air-Olympiafinale machte Gasser zur doppelten „Gold-Anna“. Gut möglich, dass der Sieg noch nicht alles ist. „Der Reiz ist sicher da“, gibt die Kärntnerin ehrlich zu.
Mit ihrer Goldmedaille geizt Snowboard-Superstar Anna Gasser nicht lange rum. Jeder, der will, darf sie halten und so Teil des Olympiamärchens sein. Entsprechende Schrammen hat das pompöse Stück seit dem Big-Air-Triumph in Peking schon davongetragen: „Der Kratzer stammt von der Medaillenfeier im olympischen Dorf“, lacht sie. Die trotz chinesischer Corona-Phobie heftig ausfiel. „Mit so etwas haben die freiwilligen Helfer nicht gerechnet. Es hat ihnen aber extrem getaugt“, erzählt Anna beim Mittagessen mit der „Krone“.
Eine Glückssträhne
Mit ihrer neuerlichen Sternstunde rechnete die Millstätterin am wenigsten: „Die äußeren Umstände haben mir nicht in die Karten gespielt.“ - Vom Kicker bis zum Sturz ihres Partners Clemens Millauer, „doch dann hatte ich zum richtigen Zeitpunkt eine Glückssträhne.“





Der viel beachtete dritte Sprung „Cab Double Cork 1260“, der Gasser zur Doppel-Olympiasiegerin krönte, könnte in ihrer Karriere einen Wendepunkt darstellen. Denn die Chancen stehen nicht schlecht, dass er die 30-Jährige dazu bewegt, ihre ursprünglichen Pläne zu verwerfen und die FIS-Karriere fortzusetzen: „Ich bin hin- und hergerissen. Ich kann jetzt Tricks, die wohl noch einige Jahre reichen, um aufs Podest zu springen“, gesteht sie, „sagen wir so: Der Reiz ist noch da.“
Daher braucht Anna nun Zeit zum Nachdenken und zum Abschalten. Im April geht es zum Heli-Boarden nach Kanada.









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