Ski-Cross

Olympia für Limbacher nach fünf Kreuzbandrissen

Olympia
14.02.2022 14:09
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Sie hat eine selten schlimme Verletzungsgeschichte und sich trotzdem immer wieder zurückgekämpft. Fünf Kreuzbandrisse hat Andrea Limbacher in ihrer Ski-Cross-Karriere erlitten, ein Aufgeben kannte sie nie. Erst in diesem Winter hat die Oberösterreicherin ihr erneutes Comeback gegeben, als Lohn bestreitet sie nun am Donnerstag ihr viertes Olympia-Rennen - wie ihre Teamkollegin Katrin Ofner. Im Gegensatz zur Steirerin hat Limbacher aber schon eine Medaille, nämlich WM-Gold.

Weltmeisterin wurde sie 2015 in Kreischberg, und das nach ihrem zweiten Kreuzbandriss. „Das war damals davor auch ein langer Leidensweg und dann richtig lässig. Es war damals schon sehr speziell“, sagte die Athletin aus St. Wolfgang. „Alles, was sie bisher erreicht habe, sei nur gelungen, weil sie weitergekämpft habe. “Das ist ein bisserl das Besondere an meiner Karriere. Mir ist nie etwas in den Schoß gefallen, sondern ich habe immer hart dafür gearbeitet.„

Und darauf sei sie auch stolz, merkte Limbacher im Gespräch an. Auch auf ihre jüngste Rückkehr, realisiert ausgerechnet auf dem nunmehrigen Olympia-Kurs beim Weltcup im vergangenen November. „Diese letzte Verletzung war schon zach. Und es ist vielleicht nicht so gescheit, was ich mache. Aber ich will selbst in der Hand haben, wie ich meine Karriere gestalte oder wann ich sie abschließen werde.“

Limbacher hat einen Dickschädel
Nun habe sie wieder ihren Dickschädel durchgesetzt, betonte die 32-Jährige. Dabei sei es nicht in Stein gemeißelt gewesen, dass es erneut glücken werde. „Es war ein ständiges Auf und Ab, es war keine Gerade seit 2020.“ Bei einem Weltcup vor zwei Jahren in Megeve war es passiert. Neben dem Kreuzband riss auch das Innenband, zudem gab es Schäden am Innen- und Außenmeniskus im linken Knie.

„Es waren oft die Gedanken dabei, ob das noch einmal was wird“, gab die 13. von Pyeongchang 2018 Einblick, ihre beste Olympia-Platzierung. „Aber es reicht dann ein Tag, an dem es wieder ein bisschen aufwärtsgeht, und dann geht es dahin. Ich bin damals an dem Punkt gewesen, dass ich noch nicht alles gezeigt habe, was ich zeigen wollte und ich bin noch nicht für ein Karriereende bereit gewesen. Der Weg ist immer weiter nach vorne gegangen.“

Diesmal ist sie fit
Bei ihren drei Olympia-Teilnahmen sei sie auch nie topfit an den Start gegangen. Diesmal sei das ein bisschen anders, auch wenn sie beim jüngsten Weltcup vor rund drei Wochen in Idre wegen einer leichteren Blessur für das zweite Rennen zurückgezogen habe. Und die Olympia-Strecke gefällt Limbacher: „Mir taugt der Kurs irrsinnig. Beim Ski Cross kann aber so viel passieren, da muss an dem Tag alles passen.“

Streckencharakteristisch sieht sie ihre Stärken eher im technischen Bereich - wenn es kurvig ist, die Elemente vielleicht nicht ganz so groß sind und man sie gut treffen muss. Limbacher: „Das Ski-Cross-Spezifische, das Überholen, das Durchsetzungsvermögen - das ist eher, was zu meinen Stärken gehört.“ Von ihren Saison-Ergebnissen mit Rang acht als Maximum will sie sich nicht täuschen lassen. „Wenn an dem Tag alles zusammenpasst, ist sicher etwas drinnen.“

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