14.02.2022 07:39 |

Ausgeglichen

Nicole Beutler: „Jeder sollte meditieren“

Schauspielerin Nicole Beutler über die Kraft des Ayurveda, Ferraris, U-Bahnen & Auszucker.

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„Krone“:Sie haben mich zum Meditieren eingeladen. Ich muss sagen, ich bin jetzt frisch und entspannt.
Nicole Beutler: Das ist gut, so soll’s nämlich sein. Ich bin eine große Anhängerin des Ayurveda, der indischen Lehre vom Wissen des Lebens. Eine ganzheitliche Lebensform, die Yoga, Meditation und Ernährung beinhaltet. Das mache ich seit 20 Jahren und komme gerade von einer dreiwöchigen Panchakarma-Kur in Indien. Da wird der Körper komplett gereinigt und entgiftet. Aber auch der Geist und die Seele. Es ist sehr anstrengend, aber der Effekt ist sensationell. Jetzt bin ich, wie es mein indischer Arzt ausdrückt, wie ein frisch getunter Ferrari.

Und wann wird der Ferrari wieder zum Golf?
(lacht) Bei mir hält die Wirkung im Idealfall 1,5 Jahre an. Dann merke ich, wie mein Körper schön langsam sagt: Ich brauche wieder die Entgiftung! Meditation alleine bewirkt aber schon sehr, sehr viel. Das Gute ist, man kann überall meditieren. Auch in der U-Bahn!

Wie bitte?
Ja, wenn man ein paar Stationen fährt, kann man durchaus in sich gehen und die Umwelt ausschalten. Und es ist so gesund fürs Hirn! Das ist wissenschaftlich erwiesen. Gerade in unserer heutigen Welt, jetzt in der Pandemie, wo die Menschen so viel seelisch aufgestaut haben: Depression, Einsamkeit, Wut, Aggression, ist Meditation etwas Ideales, das jeder versuchen sollte, in seinen Alltag zu integrieren.

Wäre unsere Welt besser, würden wir alle meditieren?
Ja, definitiv! Weil wir nicht so überreagieren und uns selber - aber auch andere - weniger ärgern. Wir wären viel öfter im Moment, im Augenblick. Da kann man sich dann viel besser zurücknehmen und beginnt keinen Streit.

Zucken Sie denn nie aus?
Ja (lacht), das kann schon passieren, allerdings dauert es bei mir sehr, sehr lange. Den letzten Auszucker hatte ich im Sommer, und der hat sich über Jahre aufgestaut.

Sie haben in der BBC/Netflix-Thrillerserie „The Serpent“ mitgespielt. Gingen dadurch neue Türen auf?
Ja! Ich habe immer versucht, mich nicht festlegen zu lassen, was nicht einfach ist. Weil im deutschsprachigen Raum bin ich in der Schublade „gut aussehend, tough, Anwältin, Ärztin“. Ich drehe jetzt viel in England und werde für ganz andere Rollentypen gecastet. Das war immer schon der Weg, den ich gehen wollte. Jetzt geht es langsam auf.

Gibt’s einen Lebenstraum?
Ich liebe England, irgendwann will ich ganz dort leben: am Meer. An den Klippen von Yorkshire.

„Auch das bin ich“, Kronen Zeitung

Stefan Weinberger
Stefan Weinberger
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