So, 24. Juni 2018

Infektionsgefahr

07.05.2011 16:03

Masern grassieren an Grenzen - aber Steirer impfmüde

Die Steirer sind impfmüde! Es droht akute Infektionsgefahr, doch die wird offensichtlich heruntergespielt, obwohl das fatal enden kann. In 33 Ländern sind zuletzt bereits 10.000 Menschen beispielsweise an Masern erkrankt, eine Epidemie droht. Die Steiermark ist zum Glück noch nicht betroffen. Doch die Sorge von Politik und Ärzten wächst.

Die steirische Gesundheitslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder warnt eindringlich: "Wir stellen in allen Bereichen eine Impfmüdigkeit fest. Es beginnt bei Kinderkrankheiten und endet bei der Zeckenschutzimpfung. Das kann böse Folgen haben."

Zwar ist in der Steiermark aktuell noch kein auffälliges Ansteigen der Masernfälle zu verzeichnen, aber der Ausbruch in den Nachbarländern gibt Anlass zur Sorge. Neben Impfmüdigkeit sind es auch "ideologische Barrieren" von Impfgegnern, die zumindest für einen Teil der Impflücken verantwortlich sind.

"Keine harmlose Kinderkrankheit"
Die Gesundheitspolitik jedenfalls ist alarmiert: "Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit. Umso unverständlicher ist, dass die Zahl der Verweigerer so hoch ist", wundert sich die Landesrätin. Dies gelte auch für "Pickserln" gegen Diphtherie-Tetanus, Hepatitis oder Meningokokken (Gehirnhautentzündung), Grippe, Pneumokokken (Lungenentzündung).

Ein spezieller Fall ist auch die Vorsorge gegen die gefährliche Hirnhautentzündung nach Zeckenbissen. Derzeit läuft gerade eine Impfaktion des Landes, bei der man - preislich gestützt durch das Gesundheitsressort - um 19,50 Euro für Erwachsene und 18 Euro für Kinder (Bezirkshauptmannschaften, Haus der Gesundheit Graz) einen Schutz gegen die FSME-Erkrankung erhält. Immerhin 15 bis 20 Erkrankungen pro Jahr mit schweren Folgen für die betroffenen Steirer könnten so verhindert werden.

Kristina Edlinger: "Ich appelliere an Eltern und Erwachsene, die Erkenntnisse der Medizin zu nützen und sich selbst und ihre Kinder keiner unnötigen Gefahr auszusetzen!"

von Gerhard Felbinger und Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"

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