13.01.2022 08:50 |

Erstes Land in Europa

Dänemark startet mit vierter Impfung

Dänemark, wo bislang rund 55 Prozent aller Einwohner eine dritte Impfung gegen das Coronavirus verabreicht bekommen haben, startet - als erstes Land in Europa - mit dem vierten Stich. Das kündigte Gesundheitsminister Magnus Heunicke am Mittwochabend an. Vor allem besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen soll diese Möglichkeit, sich gegen Covid-19 zu schützen, geboten werden.

Die dänische Regierung kündigte zudem auch eine Verkürzung der Gültigkeitsdauer des Grünen Passes an. Dieser wird künftig fünf Monate nach der zweiten Impfung ablaufen, bisher waren es sieben Monate. Mit einer Booster-Impfung gilt das Zertifikat unbegrenzt lange.

Dänemark lockert gleichzeitig Beschränkungen
Gleichzeitig werden in dem nordeuropäischen Land trotz zahlreicher Neuinfektionen etliche Beschränkungen gelockert. Zoos, Vergnügungsparks, Museen, Kunsthallen und andere Einrichtungen dürfen von Sonntag an wieder öffnen, ebenso wie Kinos und Theater mit einer Obergrenze bis zu 500 Besuchern. Vielerorts muss man aber nachweisen, dass man geimpft oder genesen ist beziehungsweise negativ getestet wurde.

Zuletzt mehr als 20.000 Neuinfektionen pro Tag
In dem Sechs-Millionen-Einwohner-Land wurden zuletzt mehrfach weit über 20.000 Neuinfektionen pro Tag gezählt. Nach offiziellen Angaben macht die besonders ansteckende Omikron-Variante mittlerweile 96 Prozent aller neuen Infektionen aus. Der Gesundheitsminister verwies jedoch darauf, dass die zwischenzeitlich steil gestiegene Kurve wieder abflache. Die Lage auf den Intensivstationen werde besonders genau beobachtet. Man habe die Lage dort im Griff.

Insgesamt mehr als eine Million Menschen infiziert
In Dänemark haben sich seit Beginn der Pandemie insgesamt mehr als eine Million Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Knapp 3500 Infizierte sind in der Pandemie bisher gestorben. Trotz der seit Längerem überaus hohen Neuinfektionszahlen im Land sind die Dänen aufgrund der Corona-Lage weniger beunruhigt als noch vor einigen Wochen, wie Umfragen zeigen. Als Grund dafür wird genannt, dass die Krankenhäuser nicht so stark belastet sind wie befürchtet.

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