Mo, 25. Juni 2018

Poker um Neuer

02.05.2011 13:18

Beckenbauer würde für Schalke-Goalie 50 Millionen zahlen

Im Poker um DFB-Torhüter Manuel Neuer zwischen Schalke 04 und dem FC Bayern München hat der Ehrenpräsident der Münchner, Franz Beckenbauer, mit einer wohl unrealistischen Rekord-Ablösesumme für den von den Bayern umworbenen Goalie aufhorchen lassen. Gegenüber der "Bild"-Zeitung brachte der "Kaiser" 50 Millionen Euro für den Schalker ins Gespräch.

"Das ist ein Torwart, der hält dir im Jahr 20 Unhaltbare. Man muss alles tun, um ihn sofort zu holen. Wäre ich noch Aufsichtsrats-Vorsitzender, würde ich jede Summe absegnen. Man sollte, wenn es sein muss, auch 50 Millionen Euro für Neuer bezahlen", sagte Beckenbauer dem Blatt – eine Aussage, die bei den Bossen des Münchner Klubs nicht gut ankam.

Beckenbauers Nachfolger im Amt, Uli Hoeneß, konterte den kaiserlichen "Mondpreis" umgehend mit Verweis auf die Entscheidungsmacht des Vorstandes und dem inzwischen von ihm angeführt Aufsichtsrat: "Franz ist aber nicht an unserer Stelle", sagte Hoeneß.

Bislang Gomez teuerster Liga-Transfer
Der bisher teuerste Transfer innerhalb der deutschen Bundesliga war der von Mario Gomez vom VfB Stuttgart zu den Münchnern im Jahr 2009. Damals sollen zwischen 30 und 35 Millionen Euro geflossen sein. Allerdings musste der Stürmer seinerzeit aus einem noch drei Jahre gültigen Vertrag herausgekauft werden. Der Kontrakt von Neuer beim FC Schalke läuft dagegen schon in einem Jahr aus. Er könnte 2012 ablösefrei den Verein wechseln. Der teuerste Transfer von der Bundesliga ins Ausland war der von Edin Dzeko in dieser Saison für 35 Millionen Euro vom VfL Wolfsburg zu Manchester City.

Den Gelsenkirchenern gefiel Beckenbauers Idee natürlich. "Er ist herzlich willkommen bei der Verhandlungsrunde", sagte Schalkes Sportvorstand Horst Heldt im TV-Sender "Sky". Heldt ist pokererfahren mit den Bayern, er saß damals auch bei den Gomez-Verhandlungen mit am Tisch. "Es steht eine Summe im Raum und die wird sich bestimmt verändern, wenn der FC Bayern Manuel Neuer 2011 haben will", sagte Heldt.

Bayern angeblich mit Neuer bereits einig
Mit Neuer selbst sollen die Bayern-Bosse bereits über eine Verpflichtung einig sein. Im Gespräch ist ein Vier- oder Fünf-Jahres-Vertrag. Bis 2016 hatte der Rekordmeister zuletzt auch seine Kapitäne Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger vertraglich an sich gebunden.

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