Machbarkeitsstudie

Genug gespart: S-Bahn-Ring ist jetzt auf Schiene

Die Schnellbahn-Stammstrecke durch Wien gilt als Nadelöhr im Schienennetz der Ostregion. So viel im Umland auch in die Infrastruktur investiert wird, höhere Frequenzen sind oftmals nicht möglich, weil in – oder besser unter – der Bundeshauptstadt die Kapazitätsgrenze erreicht ist. Der S-Bahn-Ring soll das nun lösen.
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Die Idee ist freilich nicht neu – Gleisprojekte dieser Art brauchen viele Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte an Vorlaufzeit. Darum ist mit der Machbarkeitsstudie, die nun von der Stadt Wien in Auftrag gegeben wurde, auch nur ein erster Schritt in Richtung Entlastung getan. Die Erstellung wird mindestens zwei Jahre in Anspruch nehmen, danach folgt erst die Absegnung durch den Ministerrat, bevor es an die Detailplanung geht. Und dann ist natürlich auch noch die Finanzierung zwischen Stadt und Bund zu klären.

Niederösterreicher sollen profitieren
Die neue Strecke soll den Wiener Hauptbahnhof mit Simmering und der Donauuferbahn verbinden. Laut den Neos, die ja in der Stadtregierung sitzen, soll das die Tangentialverbindungen in die Außenbezirke stärken und die City entlasten. Das Millionenprojekt hätte dann aber auch positive Auswirkungen auf Pendler aus Niederösterreich, und das nicht nur, weil sie dann in Wien schneller vorankommen.

Südbahn viergleisig ausgebaut
Ein S-Bahn-Ring könnte Strukturprobleme auf der chronisch überlasteten Stammstrecke entschärfen – mehr Züge von und in die Bundeshauptstadt auf so gut wie allen Schienenzubringern wären dann zumindest technisch wieder möglich. Die Stammstrecke selbst soll ebenfalls gründlich modernisiert werden. Das wird laut ÖBB aber bis in die 2030er-Jahre dauern. Zumindest für den Süden gibt es konkrete Pläne zur Entlastung des Umlandes: So wird die Südbahn zwischen Meidling und Mödling viergleisig ausgebaut.

Thomas Lauber
Thomas Lauber
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