01.01.2022 10:30 |

Tumult in Brandenberg

Impfwillige beim Warten in Praxis wüst beschimpft

Ein haarsträubender Vorfall in einer Arztpraxis in Brandenberg im Tiroler Bezirk Kufstein ist dort das Tagesgespräch: Ein Einheimischer (50) tobte gegenüber den wartenden Impfwilligen und der praktischen Ärztin, danach fuhr er alkoholisiert nach Hause und leistete bei der Festnahme durch die Polizei auch noch Widerstand. Ein Patient und Zeuge, der entsetzt das Weite gesucht hatte, sprach nun mit der „Krone“.

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„Viele Leute haben an diesem Tag auf die Impfung gewartet, teilweise vor der Praxis im Freien“, schildert der Zeuge. Da sei der Unterländer mit seinem Luxuswagen vorgefahren und plötzlich schimpfend hereingeplatzt. „Seid’s nicht deppat. Lasst’s euch nicht dieses Zeug hineinspritzen!“, soll er laut dem Zeugen in Richtung der wartenden Impfwilligen getobt haben.

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Mir war die ganze Situation zu viel, ich habe die Praxis verlassen.

Ein Zeuge

Auch die praktische Ärztin wurde von ihm mit Beschimpfungen bedacht, dabei sei auch um die eigenen gesundheitlichen Angelegenheiten des 50-Jährigen gegangen. Er ist als illustrer Unternehmer bekannt. „Mir war die ganze Situation zu viel, ich habe die Praxis verlassen“, erzählt der Zeuge.

Alkoholisiert mit Luxuswagen nach Hause
Eine Mitarbeiterin der Arztpraxis rief dann die Polizei, doch als die Beamten aus Kramsach eintrafen, war der Wütende schon mit seinem auffälligen Sportwagen weggefahren. „Die Kollegen fanden ihn dann in seiner Wohnung und er verhielt sich weiter aggressiv“, teilte die Polizei-Pressestelle auf Anfrage mit.

Schließlich wurde die Festnahme ausgesprochen, die Amtshandlung ging nicht ohne Schläge und Tritte des einheimischen Mannes ab. Trotzdem konnte ein Alkotest durchgeführt werden, er war positiv.

Erhebungen zu Motiv
Der Vermieter des 50-Jährigen gab später bei der Polizei an, dass er ebenfalls wegen der Impfung wartete. Dies habe vermutlich die Aggressionen seines Mieters ausgelöst, der ihn vom Stich abhalten wollte. Der 50-Jährige sagte bei der Einvernahme hingegen, er habe die Arztpraxis in eigener Sache, wegen einer Maskenbefreiung, aufgesucht.

Auf den Mann warten nun Verwaltungsanzeigen, zudem wurde Anzeige bei der Staatsanwaltschaft wegen versuchten Widerstandes gegen die Staatsgewalt erstattet. Es dürfte teuer werden . . .

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