31.12.2021 06:00 |

„Krone“-Kommentar

Ende der Pleitebank Hypo: 8 Milliarden € Kosten

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Ein unrühmliches Kapitel der heimischen Wirtschaftsgeschichte geht zu Ende. Die Heta, Nachfolgegesellschaft der Hypo Alpe Adria, hat ihre Mission erfüllt und wird jetzt liquidiert. Ende 2008 wurde die in Schieflage geratene Kärntner Bank zwangsverstaatlicht. Sieben Jahre lang wurde unter vier verschiedenen Finanzministern unter schweren Verlusten weitergewurstelt, ehe man 2015 den Beschluss zur „Abwicklung“ und Liquidation fasste.

8 Milliarden Kosten
Die Schlussabrechnung für den Steuerzahler kommt laut Fiskalrat auf Gesamtkosten von rund acht Milliarden Euro: 4,7 Milliarden Euro zahlte der Bund für nicht zurückbezahlte Zuschüsse, Haftungen usw. Jeweils eine Milliarde gingen für Zinszahlungen sowie die Tilgung einer Nachranganleihe drauf. Das Land Kärnten steuerte 1,4 Milliarden Euro bei. Die Heta hat in den letzten Jahren alle Vermögenswerte verkauft und dabei mit 10,8 Milliarden Euro wesentlich mehr für die Anleihe-Gläubiger erlöst als ursprünglich erwartet (6 Milliarden Euro), was einer Quote von 86 Prozent entspricht. Nachrangige Verbindlichkeiten wurden auf null herabgesetzt.

Der Kriminalfall
Etwas Cash bleibt in der Kasse, um die zahlreichen Verfahren weiterzuführen, bei denen Geld in dubiosen Kanälen verschwand. Zu holen wird dabei nicht mehr allzu viel sein. Die früheren Hypo-Manager rund um Ex-Boss Wolfgang Kulterer wurden in mehreren Prozessen wegen Untreu zu insgesamt neun Jahren Haft verurteilt.

Manfred Schumi
Manfred Schumi
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