26.12.2021 16:40 |

Ruin für Bauern

Deutschland will keine „Ramschpreise“ mehr

Deutschlands frisch angelobter Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) will in Deutschland höhere Preise für Lebensmittel und Agrarprodukte durchsetzen. „Es darf keine Ramschpreise für Lebensmittel mehr geben, sie treiben Bauernhöfe in den Ruin, verhindern mehr Tierwohl, befördern das Artensterben und belasten das Klima“, so der Minister.

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Er wolle, dass die Menschen in Deutschland ihre Lebensmittel genauso wertschätzten wie ihre Autos, sagte Özdemir der „Bild am Sonntag“ weiter. „Manchmal habe ich das Gefühl, ein gutes Motoröl ist uns wichtiger als ein gutes Salatöl“, kritisierte er. Lebensmittel dürften zwar kein Luxusgut werden, „doch der Preis muss die ökologische Wahrheit stärker ausdrücken“.

Ungesunde Ernährung
Özdemir bemängelte zugleich die schlechte Ernährung der Deutschen: „Deutschland ernährt sich insgesamt zu ungesund“, beklagte der Politiker. Mehr als 50 Prozent der Erwachsenen seien übergewichtig. „Der Grund dafür sind zu viel Zucker, Fett und Salz, vor allem in Fertigprodukten.“ Für Letztere soll es daher künftig „verbindliche Reduktionsziele geben“.

„Staat muss da Vorbild sein“
„Die Politik hat zu lange versucht, die Industrie mit freiwilligen Selbstverpflichtungen zur Reduktion dieser Inhaltsstoffe zu bewegen. Damit ist jetzt Schluss“, sagte Özdemir und kündigte an, mit gutem Beispiel voranzugehen: Die Verpflegung in öffentlichen Einrichtungen soll demnach auf mehr regionale und biologisch angebaute Produkte umgestellt werden. „Der Staat muss da Vorbild sein.“

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