16.12.2021 08:10 |

Gerichtsurteil: Mord

Ehefrau in den USA mit Eiscreme vergiftet

Ein 60-Jähriger aus dem US-Bundesstaat Washington hat seine Ehefrau vergiftet. Um ihr die tödliche Dosis eines Schmerzmittel unauffällig unterzujubeln, rührte David Pettis zerstoßene Tabletten in eine Schüssel Eiscreme, die er dann Peggy anbot. Nun wurde er wegen des hinterlistigen Mordes verurteilt.

Vor drei Jahren aß Peggy (64) ein Dessert, das ihr von ihrem Mann angeboten wurde - als sie an diesem Abend schlafen ging, sollte sie nie jedoch wieder aufwachen. Gerichtsmediziner stellten fest, dass die Verstorbene die zehnfache Menge des Wirkstoffs Hydrocodon zu sich genommen hatte, als pro Tag empfohlen wird. 

Zwei Tage nach Tod klopfte Pettis bei Versicherung an
Das Gericht in Spokane County ist überzeugt: Der 60-Jährige hat Peggy aus Habgier ermordet - er wollte die Lebensversicherungen nach dem Tod seiner Gattin kassieren. So wollte er mit seiner neuen Liebe ein neues Leben beginnen. Schon zwei Tage, nachdem Peggy verstorben war, wollte er sich eine Versicherung in der Höhe von 150.000 Dollar auszahlen lassen. 

Staatsanwalt: „Er plante ein neues Leben“
Ermittler fanden noch ein weiteres Motiv: Pettis hatte ein Verhältnis mit einer ehemaligen Schulkollegin. In ihrem Nachrichtenverlauf spricht der 60-Jährige davon, für seine Angebetete zu ihr an die Ostküste ziehen zu wollen. „Man erkennt an der Kommunikation, die Mr. Pettis mit ihr hatte, dass er ein neues Leben plante“, so der Staatsanwalt vor Gericht. Der Tod seiner Frau sollte wie ein Selbstmord  aussehen. 

Pettis plädierte auf unschuldig - doch nicht einmal Sohn des Paares glaubte vor Gericht an seine Version. Er zeigte sich während des Prozesses überzeugt, dass sein Vater etwas mit dem Tod seiner Mutter zu tun hatte. Diese Einschätzung teilte das Geschworenengericht. Anfang nächstes Jahres soll das Strafmaß für Mord ersten Grades an Peggy Pettis für ihren Gatten verkündet werden. 

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