06.12.2021 18:40 |

Übergabe an Karner

Ex-Innenminister Nehammer dankte „Prätorianern“

Begleitet von den Klängen der Polizeimusik Wien hat Neo-Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) am Montag das Innenministerium an seinen Nachfolger Gerhard Karner übergeben. In seiner Abschiedsrede ging Nehammer auf die Herausforderungen der 23 Monate, die er als Innenminister im Amt war, ein - von Corona-Pandemie über Migrationskrise bis hin zum Terroranschlag. Er dankte sowohl seinem Team, den „Prätorianern an der Seite des Ministers“, als auch allen Polizisten und Polizistinnen, die Großartiges geleistet hätten.

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Nehammer sprach nicht von ungefähr von „Prätorianern“: Sie stehen im übertragenen Sinn für die treu ergebene Gruppe einer mächtigen Person. Im alten Rom wurden so die Garde-Truppen bezeichnet, die den Kaisern als Leibwächter dienten. Sie bildeten auch eine starke Fraktion im römischen Machtgefüge - und ermordeten bisweilen sogar ihre Herrscher.

Im österreichischen Sprachgebrauch berühmt gemacht hat die Bezeichnung Ex-ÖBAG-Chef Thomas Schmid: Er bezeichnete sich in seinen berüchtigten Chats als „Prätorianer“ des ehemaligen ÖVP-Politikers Sebastian Kurz.

Hund schlich sich auf die Bühne
Begleitet wurde der nunmehrige Ex-Innenminister von seiner Frau, seinem Sohn und seinem Hund „Fanny“, der ihm während seiner 20-minütigen Rede bisweilen die Show stahl und sich einmal auch auf die Bühne schlich.

Symbolisch übergab Nehammer seinem Nachfolger die Fahne des Innenressorts. Karner dankte seinem Vorgänger für dessen Arbeit. Er übernehme ein Innenministerium, „das in mehrfacher Hinsicht exzellent aufgestellt ist“, so Karner. Neben den anwesenden Führungskräften des Ministeriums dankte der neue Minister auch ausdrücklich dem Generalsekretär, Helmut Tomac. Mit diesem wolle er auch weiterhin zusammenarbeiten. Karner formulierte mit der Pandemie, der Migration und Cyberkriminalität drei große Herausforderungen, die es zu bewältigen gelte.

Schlüsselübergabe im Finanzministerium
Im Finanzministerium übergab Gernot Blümel - der sich ebenso wie Kurz komplett aus der Politik zurückzieht - das Amt an Magnus Brunner, bisher Staatssekretär im Umweltministerium. Zum Zeichen dafür, dass Brunner jetzt neuer Hausherr ist, überreichte Blümel ihm den historischen Schlüssel für die Himmelpfortgasse.

Der Vorarlberger sieht sich laut einer Aussendung vor drei Herausforderungen: „Wir müssen Land und Standort gut durch die Krise bringen. Wir werden die Entlastung der Menschen weiter vorantreiben. Und wir wollen nach der Krise wieder einen nachhaltigen Budgetpfad einschlagen.“ Bei Blümel bedankte er sich, dass er das Finanzministerium gut durch die Pandemie geführt habe - und Blümel attestierte ihm, als versierter Politiker mit entsprechender Erfahrung in der Privatwirtschaft „die richtige Persönlichkeit“ für das Amt zu sein.

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