05.12.2021 06:00 |

Runde Leidenschaft

Veronika Polly: „Punkte machen mich froh“

Schauspielerin Veronika Polly über Hingucker, Totenköpfe, gutes Essen - und den Pumuckl.

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„Krone“:Wir sitzen hier bei Ihnen umzingelt von Punkten! Eine sehr runde Leidenschaft.
Veronika Polly: Genau, und ich hab mich gefragt, warum gefallen mir ausgerechnet Punkte? Ich hab da verschiedene Thesen: Punkte wirken immer freundlich, weich und kuschelig zum Zusammenknuddeln, sie haben keine Kanten, man kann sich nicht anhaun. Und es ist ja auch ein klassisches Muster, das es schon so lange gibt. Accessoires mit Punkten sind auch immer Hingucker.

Es passt auch überaus gut zu Ihrem sonnigen Gemüt, muss ich sagen.
(lacht) Na, immer bin ich auch nicht sonnig und kann auch bös dreinschaun. Aber wenn ich umringt wäre von Totenköpfen als Dekoration, das würde mich eher betrüben. Und wenn ich mir meine Punkte-Deko anschaue, dann freu ich mich.

Was macht Sie noch glücklich außer Punkte?
Auf dem Flohmarkt schöne alte Dinge entdecken und gutes Essen. Ja, und diese Leidenschaft sieht man leider schnell (lacht).

Hat man’s im Filmgeschäft schwerer, wenn man nicht Model-Maßen entspricht?
Nicht unbedingt, aber im Alter musst dich ja eh entscheiden: „Gesicht oder Hintern“ (lacht). Ich leite mit Kollege Markus Freistätter die Schauspielakademie in St. Pölten, und da sagen wir den Jugendlichen immer: „Du bist ein Mensch und keine retuschierte, perfekte Figur. Es ist gut so, wie ihr seid.“ Damit können sich ja auch die Zuseher viel mehr identifizieren. Ich hätte schon nichts dagegen, wenn ich zwei Größen weniger hätte, das hat mich aber als jüngere Frau mehr belastet. Wenn es mir dann doch zu blöd wird, schau ich immer bei den Weight Watchers vorbei, weil mir deren Programm mit den Punkten so gut gefällt. Das Problem ist, dass man oft auf einen Typ reduziert wird, so wie ich auf „die Lustige“.

Nervt Sie das?
Ich mag nicht immer nur auf die Rolle der Komischen festgelegt werden, würde mich einmal über eine Rolle freuen, wo ich ein anderes Gesicht zeigen könnte. Jemanden spielen, der unsympathisch, biestig und böse ist. Denn, wie gesagt, ich bin nicht immer ein sonniges Gemüt, sondern auch ein rechter Grantscherben, der sich gerne wie ein Terrier an einem Thema festbeißt.

Was schauen Sie denn gerne im Fernsehen?
Ich liebe die „Nanny“, „Golden Girls“ und ... den „Pumuckl“, weil er so herrlich unverschämt ist. Der wird ja neu verfilmt, und da wäre ich irrsinnig gerne dabei.

In welcher Rolle?
(lacht) Als Frau Eichinger, die abergläubische Putzfrau.

Stefan Weinberger
Stefan Weinberger
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