02.12.2021 11:08 |

Weitere Gespräche

Mückstein, Edtstadler laden zu Impfpflicht-Gipfel

Nach dem ersten Runden Tisch am Dienstag laden Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) zu weiteren Gesprächen über die für Anfang Februar geplante Corona-Impfpflicht. Bereits am heutigen Donnerstag soll die Opposition zu Wort kommen, am Freitag zusätzlich Interessensvertretungen und Experten. Nächste Woche soll dann der Gesetzesentwurf zur allgemeinen Impfpflicht in Begutachtung gehen.

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

„Die Ergebnisse der Gespräche dieser Woche werden in den Gesetzesvorschlag einfließen. Damit stellen wir sicher, dass das Gesetz zur Impfpflicht nicht nur verfassungskonform ist, sondern auch eine breite Akzeptanz in der Gesellschaft findet“, versprach Edtstadler in der gemeinsamen Aussendung fest. Auch Mückstein sprach von der Wichtigkeit, „ein möglichst breites Meinungsspektrum einzuholen, damit wir diesen wichtigen Schritt im Kampf gegen die Corona-Pandemie gemeinsam gehen können“.

FPÖ lehnte Gesprächsangebot vorerst ab
Zur Runde mit der Opposition sei auch die FPÖ eingeladen worden, diese habe aber abgelehnt, hieß es. Das Angebot einer Teilnahme sei aber weiterhin aufrecht, so Edtstadler und Mückstein.

Am Freitag finden gleich vier weitere Gesprächsrunden statt. Seit 11 Uhr sind die Sozialpartner ins Bundeskanzleramt geladen, am Nachmittag werden dann Vertreterinnen und Vertreter aus dem Gesundheits- und Pflegebereich an einer gemeinsamen Gesprächsrunde teilnehmen.

Im Anschluss daran sind gemeinsam mit Kultus- und Jugendministerin Susanne Raab (ÖVP) alle in Österreich anerkannten Religionsgemeinschaften eingeladen, ihre Sichtweisen zu diesem Thema einzubringen. Die Meinung von Jugend-, Studierenden- und Pensionistenvertretern ist ebenfalls gefragt.

Mückstein: „Möglichst breites Meinungsspektrum“
Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein dazu: „Uns war es von Anfang an wichtig, in diesem Prozess eine breite Öffentlichkeit umfassend einzubinden. Umso mehr freut es mich, dass die ersten Gespräche diese Woche bereits so konstruktiv verlaufen sind und wir jetzt noch weitere Gespräche führen können. Ziel ist es, ein möglichst breites Meinungsspektrum einzuholen, damit wir diesen wichtigen Schritt im Kampf gegen die Corona-Pandemie gemeinsam gehen können.“

Das sozialliberale Momentum-Institut berechnete indes, wie hoch das Impftempo sein müsste, um bis Anfang Februar und damit noch vor dem Beginn der Impfpflicht eine Vollimmunisierung der Bevölkerung (95 Prozent der impfbaren Personen ab fünf Jahren) zu erreichen. Dafür müssten ab Ende Dezember wöchentlich 955.000 Menschen geimpft werden. Zum Vergleich: Aktuell werden hierzulande wöchentlich knapp 747.000 Stiche verabreicht. Das Institut erneute aus diesem Anlass seine Forderung nach einer Impfprämie.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Samstag, 22. Jänner 2022
Wetter Symbol