28.11.2021 09:15 |

Violett in Nöten

Sturm bei der Austria: „Tut weh, sie so zu sehen“

Advent, Advent - der Gegner „brennt“! Stellt sich zumindest Fußball-Bundesligist Sturm am ersten Advent-Sonntag so vor. Der Endspurt bis zum Jahresende hat es in sich: Sturm bestreitet in Wien bei der Austria den Startschuss - es warten fünf Spiele in 15 Tagen auf die Ilzer-Elf, die aber schon 41 Tage auf ein Erfolgserlebnis wartet. Diesmal wird‘s neben Ilzer auch für andere ehemalige Austria-Akteure emotionaler. Die Gedanken der Spieler kreisen auch um ihren finanzmaroden Ex-Klub.

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Das Wort Insolvenz schwebt über dem Verteilerkreis. Montag soll die Entscheidung fallen, ob dringend benötigte Geldgeber der Austria noch zu Hilfe eilen. Für einige aktuelle Sturm-Akteure ist das violette Trauerspiel eine emotionale Angelegenheit. „Es tut schon weh, die Austria so zu sehen“, sagt Alexandar Borkovic, der hofft, sich bald von der Rolle des Reservisten in Graz zu verabschieden, mehr zum Einsatz zu kommen. Bei Violett hat er „das ganze fußballerische Leben verbracht. Die Turbulenzen hab ich auch als Aktiver mitbekommen. Ich wünsche mir, dass man da raus kommt - es wird aber nicht von heute auf morgen klappen.“ Ins selbe Horn bläst Manprit Sarkaria vor der Heimkehr - acht Jahre trug er „Violett“. „Manchmal hatte man als Spieler bei all diesen Meldungen schon ein komisches Gefühl“, so der Offensivmann, der für die Austria nie ein Liga-Spiel gegen Sturm hatte gewinnen können. Im Dress der Grazer gab’s im Hinspiel ein 2:2 - Sarkaria traf prompt im ersten Duell gegen „seine“ Austria. „Ich würde aber bei einem Tor von mir diesmal nicht jubeln.“

Sportlichen Respekt zollt Sturm-Coach Christian Ilzer - selbst ein Jahr lang als Trainer mittendrin im Austria-Geschehen. „Sie sind unter Manfred Schmid gegen jeden Gegner, auch Salzburg, voll dabei, haben eine gute Mentalität, was auch die Fans honorieren. Ich wünsche es diesem Traditionsverein mit einem tollen Stadion, gegen den es immer wieder tolle Fan-Duelle gibt, aus der wirtschaftlich schweren Situation raus zu kommen. Sturm gegen Austria ist einfach ein Klassiker, den ich nicht missen will.“

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