Einfach abgezwickt

Kabeldiebe legten Südbahn lahm – enormer Schaden

Steiermark
13.04.2011 10:53
Nach dem Diebstahl von Erdungskabeln entlang der Südbahnstrecke nördlich und südlich von Graz hat die Sicherheitsdirektion Steiermark am Mittwoch eine vorläufige Schadensbilanz bekannt gegeben. Demnach wurden insgesamt rund 4.000 Meter Kupferkabel im Wert von rund 19.000 Euro entwendet bzw. einfach abgezwickt und ausgegraben.

Einem Wartungsarbeiter war am Dienstagvormittag erst auf der Strecke zwischen Graz und Bruck aufgefallen, dass Erdungskabel fehlten. Wie sich herausstellte, waren auf einem sieben Kilometer langen Abschnitt zwischen Peggau und Mixnitz nördlich von Graz an beiden Seiten der Gleise an etwa 350 Stellen die Kupferkabel verschwunden.

Dieselloks und Schienenersatz
Noch während die Reparaturarbeiten angelaufen waren und die Züge entweder als Schienenersatzverkehr oder mit Dieselloks geführt werden mussten, entdeckte man gegen Mittag auch in der Südsteiermark einen Diebstahl ähnlichen Ausmaßes. 50 ÖBB-Mitarbeiter waren stundenlang im Einsatz, um die Sicherungen der Gleisanlagen wiederherzustellen.

Den Materialschaden um ein Vielfaches übersteigen werde der durch Reparatur und Zugausfälle entstandene Gesamtschaden, hieß es am Mittwoch von den ÖBB.

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