Max Rauffer hat bei der Weltcup-Abfahrt im italienischen Gröden einen Sensationssieg eingefahren und den deutschen Skirennfahrern damit den ersten Weltcupsieg seit fast 13 Jahren beschert. Der 32-Jährige siegte am Samstag in einem vom Wind allerdings maßgeblich beeinträchtigten Rennen vor dem Schweizer Jürg Grünenfelder und dem Österreicher Johann Grugger. Bode Miller und Hermann Maier landeten abgeschlagen auf hinteren Plätzen. Aber nicht nur deshalb war es eines der verrücktesten Rennen im Ski-Zirkus...
Fritz Strobl - lange Zeit auf Platz 3, bis Grugger
seinen Lauf hinlegte - verpasste das Stockerl knapp und musste
sich mit Rang 4 zufrieden geben. Unter die besten Zehn schaffte
es auch Norbert Holzknecht, der mit 99 Hundertstel Rückstand
auf Platz 8 kam.
Miller und Maier abgeschlagen
Die nächsten Österreicher: Werner Franz
auf Platz 13, Michael Walchhofer vor Christoph Kornberger auf
den Plätzen 20 und 21und Mario Scheiber auf Platz 27. Hermann
Maier schaffte es mit Platz 37 nicht in die Punkteränge -
ebenso wie Christoph Gruber (40.), Klaus Kröll (49.) und
Thomas Graggaber (50.).
Auch Bode Miller - zeitgleich mit Daron Rhalves
auf Platz 14 - hatte diesmal bei den vorderen Plätzen nichts
mitzureden.
Reh-Alarm
Es war eine verrückte Abfahrt. Nicht nur, dass
so manche der Besten "vom Winde verweht" wurden und mit Riesenrückstand
ins Ziel kamen, es musste sogar Reh-Alarm gegeben werden: Während
der Fahrt von Kristian Ghedina tauchte das Tier plötzlich
mitten im Zielschuss auf.
Max Rauffer holte sich den Sieg
"Ich habe versucht, im Rennen das zu geben, was in
mir steckt, und das ist mir auch gelungen", sagte Rauffer, dessen
beste Weltcup-Platzierung bislang ein dritter Platz bei der Abfahrt
von Kvitfjell/Norwegen im März 2000 war. Immer wieder war
er von schweren Verletzungen zurück geworfen worden. Vor
Jahresfrist hatte sich Rauffer auf der Saslong-Piste von Gröden
das Kreuzband gerissen. Den letzten deutschen Weltcup-Sieg bei
den Herren hatte Markus Wasmeier am 11. Januar 1992 bei der Abfahrt
von Garmisch- Partenkirchen geschafft.
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