Verrückte Abfahrt

Österreicher in Gröden- Abfahrt abgeschlagen

Sport
18.12.2004 19:19
Max Rauffer hat bei der Weltcup-Abfahrt im italienischen Gröden einen Sensationssieg eingefahren und den deutschen Skirennfahrern damit den ersten Weltcupsieg seit fast 13 Jahren beschert. Der 32-Jährige siegte am Samstag in einem vom Wind allerdings maßgeblich beeinträchtigten Rennen vor dem Schweizer Jürg Grünenfelder und dem Österreicher Johann Grugger. Bode Miller und Hermann Maier landeten abgeschlagen auf hinteren Plätzen. Aber nicht nur deshalb war es eines der verrücktesten Rennen im Ski-Zirkus...
Fritz Strobl - lange Zeit auf Platz 3, bis Grugger seinen Lauf hinlegte - verpasste das Stockerl knapp und musste sich mit Rang 4 zufrieden geben. Unter die besten Zehn schaffte es auch Norbert Holzknecht, der mit 99 Hundertstel Rückstand auf Platz 8 kam.
  
Miller und Maier abgeschlagen
Die nächsten Österreicher: Werner Franz auf Platz 13, Michael Walchhofer vor Christoph Kornberger auf den Plätzen 20 und 21und Mario Scheiber auf Platz 27. Hermann Maier schaffte es mit Platz 37 nicht in die Punkteränge - ebenso wie Christoph Gruber (40.), Klaus Kröll (49.) und Thomas Graggaber (50.).
  
Auch Bode Miller - zeitgleich mit Daron Rhalves auf Platz 14 - hatte diesmal bei den vorderen Plätzen nichts mitzureden.
  
Reh-Alarm
Es war eine verrückte Abfahrt. Nicht nur, dass so manche der Besten "vom Winde verweht" wurden und mit Riesenrückstand ins Ziel kamen, es musste sogar Reh-Alarm gegeben werden: Während der Fahrt von Kristian Ghedina tauchte das Tier plötzlich mitten im Zielschuss auf.
  
Max Rauffer holte sich den Sieg
"Ich habe versucht, im Rennen das zu geben, was in mir steckt, und das ist mir auch gelungen", sagte Rauffer, dessen beste Weltcup-Platzierung bislang ein dritter Platz bei der Abfahrt von Kvitfjell/Norwegen im März 2000 war. Immer wieder war er von schweren Verletzungen zurück geworfen worden. Vor Jahresfrist hatte sich Rauffer auf der Saslong-Piste von Gröden das Kreuzband gerissen. Den letzten deutschen Weltcup-Sieg bei den Herren hatte Markus Wasmeier am 11. Januar 1992 bei der Abfahrt von Garmisch- Partenkirchen geschafft.
  
Ergebnisse der Gröden-Abfahrt:
  
1. Max Rauffer (Deutschland) 1:59,59 Min.;
2. Jürg Grünenfelder (Schweiz) + 0,05 Sek.;
3. Johann Grugger (Österreich) + 0,13;
4. Fritz Strobl (Österreich) + 0,44;
5. Kjetil Andre Aamodt (Norwegen) + 0,67;
6. Patrik Järbyn (Schweden) + 0,71;
7. Bryon Friedman (USA) + 0,81;
8. Norbert Holzknecht (Österreich) + 0,99;
9. Antoine Deneriaz (Frankreich) + 1,00;
10. Kurt Sulzenbacher (Italien) + 1,11;
  
11. Erik Guay (Kanada) 1:51,73
12. Kristian Ghedina (Italien) 1:51,78
13. Werner Franz (Österreich) 1:51,84
14. Daron Rahlves (USA) 1:51,85
. Bode Miller (USA) 1:51,85
16. Didier Defago (Schweiz) 1:51,87
17. Nicolas Burtin (Frankreich) 1:51,92
18. Finlay Mickel (Großbritannien) 1:51,98
19. Marco Büchel (Liechtenstein) 1:51,99
20. Michael Walchhofer (Österreich) 1:52,07
  
21. Christoph Kornberger (Österreich) 1:52,08
22. Didier Cuche (Schweiz) 1:52,12
23. Aksel Lund Svindal (Norwegen) 1:52,18
24. Justin J. Johnson (USA) 1:52,21
25. David Poisson (Frankreich) 1:52,26
26. Bruno Kernen (Schweiz) 1:52,27
27. Mario Scheiber (Österreich) 1:52,53
28. Scott Macartney (USA) 1:52,63
29. Florian Eckert (Deutschland) 1:52,65
30. Bjarne Solbakken (Norwegen) 1:52,68
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