Engpässe, Systemchaos

Probleme bei PCR-Testauswertung reißen nicht ab

Österreich
24.11.2021 11:23

Während in Wien in der vierten Corona-Welle das PCR-Gurgeltest-System funktioniert - in der 1,9 Millionen-Stadt werden täglich Hunderttausende Tests ausgewertet und innerhalb der vorgesehenen 24-Stunden-Frist zugestellt -, gibt es in anderen Bundesländern weiter Probleme. In Oberösterreich, Niederösterreich und Salzburg läuft das System seit zwei Tagen nur eingeschränkt, ein neuer Test darf aufgrund von Engpässen nur alle 48 Stunden gemacht werden.

Dieser Umstand macht lückenlose Ergebnisse für die Arbeit schwer bis unmöglich, was für Pendler nach Wien insofern von Bedeutung ist, als Tests nur 48 Stunden gelten, berichtete das Ö1-„Morgenjournal“. Testauswertungen dauern in den betroffenen Bundesländern „30 Stunden oder länger“, hieß es seitens der Arbeiterkammer Niederösterreich. Teils dauert es sogar noch länger bzw. klappt auch nach vier Tagen des Wartens nicht, wie die „Krone“ erfuhr.

Als Notlösung behelfe man sich in den Betrieben mit - weniger aussagekräftigen -Antigen-Tests. Das führe mitunter zu Chaos und Menschenschlangen in den Teststraßen und vor Apotheken, in den Apotheken würden mitunter parallel PCR- und Antigen-Tests gemacht.

„Österreich testet“ zusammengebrochen
Das Portal „Österreich testet“ sei am Dienstag „praktisch zusammengebrochen“, zitierte Ö1 einen Vertreter der steirischen Apothekerkammer. Vor den Apotheken hätten sich Menschentrauben gebildet, es habe Unmutsbekundungen gegeben („Die Leute waren zum Teil schon etwas echauffiert“).

Krisen-Gipfel in Kärnten
In Salzburg waren zuletzt in einigen Apotheken die Test-Kits ausgegangen. In Kärnten wurde ein Krisen-Gipfel mit dem Anbieter einberufen, weil die Auswertungen zu lange dauerten. Besserung sei „bis Mitte dieser Woche“ in Sicht, teilte das Land mit. Die Test-Kits seien in den Spar-Filialen und Apotheken „weitestgehend erhältlich“. Tirol will ein flächendeckendes PCR-Gurgel-System aufbauen.

Leichte Besserung im Burgenland
Im Burgenland sprach man am Mittwoch von einer leichten Besserung bei der Auswertung der PCR-Gurgeltests. Es gebe aber nach wie vor Engpässe, hieß es vom Koordinationsstab Coronavirus des Landes. An einer Lösung werde gearbeitet - sowohl mit dem Anbieter als auch an einer eigenen. Keine Probleme gebe es hingegen bei der Auswertung der behördlich angeordneten PCR-Tests.

Verzögerungen auch in der Steiermark
Auch in der Steiermark gibt es nach wie vor Verzögerungen bei der Auswertung der PCR-Tests - wenn auch nicht mehr in dem Ausmaß der vergangenen zwei Wochen. „24 Stunden schaffen wir noch nicht, aber wir erkennen eine deutliche Verbesserung“, so Testkoordinator Harald Eitner auf APA-Anfrage. „Etwa drei Viertel der Proben“ würden innerhalb von 24 Stunden bearbeitet werden können.

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