„Sicherheit erhöhen“

Frankreich schmiedet Aktionsplan gegen Fan-Gewalt

Frankreichs Regierung möchte zusammen mit den Fußball-Verbänden kurzfristig einen Aktionsplan erarbeiten, um Fan-Gewalt aus den Fußball-Stadien zu verbannen. Es gehe darum, die Sicherheit der ganz überwiegend friedlichen Zuschauer, der Spieler sowie der Schiedsrichter zu gewährleisten, sagte Innenminister Gérald Darmanin am Dienstag in Paris im Anschluss an ein Krisentreffen. Damit der Stadionbesuch ein freudiges Ereignis für die große Zahl der Fußball-Freunde auch im Kreis der Familie bleibe, müsse die Minderheit herausgezogen werden, die das Fußball-Spektakel versaue.

Anlass des Treffens von Innenminister und Sportministerin mit Verbände-Vertretern und Vereinen war der Abbruch der Partie Lyon gegen Marseille am Sonntagabend. Dabei war der französische Nationalspieler Dimitri Payet durch den Wurf einer vollen Wasserflasche am Kopf getroffen worden. „Wir müssen jetzt einen Gang höher schalten und werden gemeinsam sehr schnell konkrete Maßnahmen vorschlagen, um die Sicherheit in den Stadien zu erhöhen“, sagte Darmanin. In zwei Wochen sollen Ergebnisse vorgestellt werden.

Diskussionspunkte seien Stadionverbote, personalisierte Tickets, bessere Zugangskontrollen an den Stadien, eine Videoüberwachung, klare Abläufe und Zuständigkeiten beim Abbruch von Spielen und eine engere Einbindung der Vereine bei Sicherheitsfragen, sagte der Innenminister. Seit August häufen sich in Frankreich bei Spielen der 1. Liga Fälle von Fan-Gewalt, teils stürmten Anhänger auch auf das Spielfeld und es gab Verletzte. Sanktionen für die beteiligten Vereine brachten bisher noch keinen grundlegenden Wandel.

krone Sport
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Mittwoch, 08. Dezember 2021
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