Ein Lärmschutzwall, der im Gewerbegebiet von St. Jakob errichtet wird, sorgt für Diskussionen unter Anrainern. Sie haben in dem Material aus dem Karawankentunnel zahlreiche Reste von den Sprengungen gefunden und Alarm geschlagen. Umweltexperten stufen den Abfall jedoch als ungefährlich ein.
Eigentlich hätte er schon vor Jahren kommen sollen – der Wall an der Grenze zum Gewerbegebiet, der die benachbarten Ortschaften vor Lärm schützen soll. Mittlerweile wurden unzählige Lkw-Fuhren mit Ausbruchmaterial aus der zweiten Röhre des Karawankentunnels aufgeschüttet.
Besorgte Anrainer
„Allerdings gleicht das Schüttmaterial eher einer Altlastdeponie als einem Schutzwall. In dem Gestein haben wir Sprengschnüre, Eisenteile und weitere Problemstoffe gefunden“, meint eine besorgte Anrainerin. Sie vermutet, dass man über das Ganze einfach Gras wachsen lassen möchte: „Es ist unglaublich, wie mit der Natur und uns Bewohnern umgegangen wird!“
Experten geben Entwarnung
Bürgermeister Guntram Perdacher verweist auf eine Naturschutzverhandlung an Ort und Stelle: „Experten des Landes haben das Material geprüft, die Tauglichkeit für besagten Zweck bestätigt und grünes Licht gegeben.“ Der Wall, der zum Schutz der Bevölkerung errichtet werde, sei unbedenklich: „Eine Genehmigung liegt vor!“
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