17.11.2021 17:10 |

Falsche Polizisten

Opfer schöpfte Verdacht: Betrüger aufgeflogen

Ein 77-jähriger Mann in Innsbruck wäre am Montag beinahe Opfer von Betrügern geworden. Er wurde von einem angeblichen Polizisten angerufen und unter einem Vorwand dazu aufgefordert, Bargeld abzugeben. Der Senior wurde jedoch misstrauisch und verständigte die Polizei. Beamte konnten daraufhin zwei Tatverdächtige festnehmen. 

Einer der Betrüger gab sich in einem Telefonat mit dem 77-Jährigen als Kriminalbeamter aus und verwickelte ihn in ein Gespräch über einen bevorstehenden Einbruch. Im Zuge dessen horchte er den Mann über seinen Kontostand aus und forderte ihn auf, das gesamte Geld abzuheben - zu seiner Sicherheit, wie der „Polizist“ behauptete. Dabei warnte der Betrüger sein Opfer auch davor, zur Polizei zu gehen, da es sich um eine verdeckte Ermittlung handele. 

Betrüger wollte Zehntausende Euro abholen
Der Senior hob schließlich mehrere Zehntausend Euro von seinem Konto ab. Als sich der Betrüger erneut bei ihm meldete, fragte dieser einige Seriennummern der Banknoten ab und behauptete, er müsse diese überprüfen. Wenig später meldete er sich wieder bei dem Mann - dieses Mal mit der Behauptung, die Scheine seien Falschgeld und müssten eingezogen werden. Ein Beamter sei bereits unterwegs, um sie abzuholen. 

Zitat Icon

Die Polizei wird Sie niemals telefonisch auffordern, Geld von Ihrem Konto abzuheben bzw. zu überweisen oder Schmuck herauszugeben.

Die Exekutive in einer Aussendung

Jetzt wurde der Einheimische misstrauisch. Er verständigte die Polizei. Mehrere Beamte rückten an und schafften es schließlich, vor Ort zwei mutmaßliche Betrüger festzunehmen. Es handelt sich bei den beiden um Kosovaren im Alter von 50 und 49 Jahren. Sie werden derzeit vernommen.

Vorsicht bei dubiosen Anrufen
Weil das angepeilte Betrugsopfer Misstrauen geschöpft und die Polizei verständigt hatte, konnte Schlimmeres verhindert werden, zur Geldübergabe kam es nicht. Um Betrugsmaschen vorzubeugen, appelliert die Polizei zur Vorsicht und gibt einige Tipps:

  • Niemals vertrauliche Informationen an Unbekannte am Telefon weitergeben, auch dann nicht, wenn sie behaupten, Mitarbeiter öffentlicher Stellen zu sein.
  • Die Polizei wird niemals telefonisch fordern, Schmuck oder Geld herauszugeben.
  • Nicht der Rufnummer vertrauen, die am Display angezeigt wird. Besser ist es, nach Name und Dienststelle zu fragen und dort selbst anzurufen.
  • Verdächtige Wahrnehmungen sofort an die Polizei (133) melden. 
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