Bedingte Haftstrafe

„Habe selten eine derartige Böswilligkeit erlebt“

Tirol
17.11.2021 07:30

Eine offenbar verschmähte Liebe, der Lockdown und finanzielle Probleme bei seiner Dissertation brachten einen 35-Jährigen dermaßen in Rage, dass er widerwärtige Todesdrohungen per WhatsApp und E-Mail verschickte. Vor Gericht zeigte sich der Tiroler reumütig und schrammte knapp am Gefängnis vorbei.

„Ich freu mich auf den Tag, an dem sie qualvoll stirbt, vergewaltigt wird oder ich ihr am Berg etwas antun kann!“ Dass er einem Bekannten seiner großen Liebe im März eine WhatsApp-Nachricht mit ähnlichem Wortlaut geschickt hat, bereut der Angeklagte mittlerweile sehr. „Ich möchte mich entschuldigen“, meinte der 35-Jährige kleinlaut.

Leiterin des Gewaltschutzzentrums gedroht
Aufgrund von persönlichen Problemen habe sich in ihm eine unheimliche Wut entwickelt. Zuvor hatte er seine Angebetete bereits gestalkt, der Leiterin des Gewaltschutzzentrums per E-Mail gedroht und sogar zwei wildfremde Männer mit Glatze, Springerstiefeln und Bomberjacke auf der Straße angesprochen und gebeten, jemanden zu verletzen. „Ich habe selten eine derartige Böswilligkeit erlebt“, sagte der erfahrene Richter.

(Bild: Christof Birbaumer)

Der Tiroler wurde zu sechs Monaten bedingter Haft verurteilt, ihm die Weisung erteilt, die begonnene Psychotherapie fortzusetzen, und Bewährungshilfe angeordnet.

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