Es hagelt Strafen

Bürger orten „Abzocke beim Parken“ in Wr. Neustadt

Niederösterreich
17.11.2021 14:00
Teure Anonymverfügungen flattern derzeit zahlreichen Bürgern in Wiener Neustadt ins Postfach. Denn nicht nur die erweiterte Grüne Zone, sondern vor allem das Einfahrtverbot im Bereich der Santa-Christiana-Schule in der Wiener Straße sorgt mittlerweile für strenge Strafverfolgung. Die Kritik ist groß, Betroffene sprechen von „Abzocke“.

Kurzparkzonen und Fahrverbote sorgen wohl in jeder größeren Stadt irgendwann für helle Aufregung. In Wiener Neustadt brodelt es nun auch – und das aus gutem Grund. Immerhin wurden bereits am 1. April Teilbereiche der Wiener Straße sowie von Giltschwert-, Wetzstein-, Kaiserbrunn- und Locatelligasse in die sogenannte Grüne Zone einverleibt, und seit mehr als einem Jahr gelten im Bereich der Santa-Christiana-Privatschule zusätzlich auch noch strenge Elterntaxi-Regelungen an Schultagen.

Bürgern Dorn im Auge
Zahlreichen Bürgern, Gewerbetreibenden und Besuchern ist das ein Dorn im Auge. Lange Zeit wurde von offizieller Stelle Nachsicht geübt und lediglich abgemahnt, doch mittlerweile werden uneinsichtige Lenker ausnahmslos gestraft: „Offenkundig gibt es immer noch ein gewisses Maß an Ignoranz. Unsere Aufgabe ist es aber, die Verordnung umzusetzen“, sagt Stadtpolizeikommandant Manfred Fries.

Für die Betroffenen sind die Vorgänge aber naturgemäß ein Skandal: „Diese Regelung ist für Unternehmer oder Besucher einfach eine Frechheit. Da wird versucht, ordentlich Cash für die Stadt hereinzuspielen. Irgendwie muss ja das dicke Minus in der Stadtkassa ausgeglichen werden“, so ein Bürger. Dass aber statt Organstrafen gleich teurere Anonymverfügungen verschickt werden, ärgert noch viel mehr

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