16.11.2021 16:44 |

Katastrophaler Regen

Kanada: Tausende mussten aus ihren Häusern fliehen

In der kanadischen Provinz British Colombia ist binnen 48 Stunden so viel Regen gefallen, wie normalerweise in einem Monat. Am Montag kam es zu Überschwemmungen und Erdrutschen, Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen, mehrere Autobahnen mussten gesperrt werden.

„Schwere Regenfälle und anschließende Schlammlawinen und Überschwemmungen haben verschiedene Autobahnen und Straßen in British Columbia beschädigt“, teilte das Verkehrsministerium der Provinz via Twitter mit. Mehrere Autobahnen seien gesperrt worden, hieß es.

Menschen saßen über Nacht in Fahrzeugen fest
Die Stadt Princeton war teilweise überflutet, in der Ortschaft Merritt mussten alle 7000 Einwohner ihre Häuser verlassen. Berichten in lokalen Medien zufolge saßen 275 Menschen über Nacht in ihren Autos und Lastwagen auf der Autobahn fest, nachdem in der Nähe der Stadt Agassiz zwei Schlammlawinen niedergegangen waren.

Auch in der Nähe der Ortschaften Lillooet und Haig wurden Reisende durch Schlammlawinen an der Weiterfahrt gehindert, wie der Minister für öffentliche Sicherheit von British Columbia. Such- und Rettungstrupps wurden losgeschickt, um die Menschen zu befreien, die stundenlang in ihren Autos festsaßen. Zahlreiche Betroffene wurden mit Hubschraubern in Sicherheit gebracht.

In der Stadt Abbotsford bei Vancouver ordneten die Behörden die Evakuierung von mehr als hundert Häusern in mehreren von Überschwemmungen und Schlammlawinen bedrohten Vierteln an. „Bitte bleiben Sie in Sicherheit“, mahnte Premierminister Justin Trudeau. Die Regierung sei bereit, den Betroffenen jede erforderliche Hilfe zukommen zu lassen, erklärte er.

Rekordtemperaturen in Sommer
Im heurigen Sommer hatte British Colombia unter Rekordtemperaturen gelitten, durch die mehr als 500 Menschen starben. Zudem zerstörten mehrere verheerende Waldbrände ganze Landstriche. Experten führen das Extremwetter auf den Klimawandel zurück.

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