Corona-Kontrollen

Lockdown für Ungeimpfte „schwer zu kontrollieren“

Salzburg
16.11.2021 13:00
Ein „engmaschiges Netz an Kontrollen“ kündigte der Innenminister anlässlich der Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte an. Wie diese in der Praxis aussehen und welche Probleme es dabei gibt, hat sich die „Krone“ bei einem Lokalaugenschein am Montagvormittag in der Flachgauer Gemeinde Bergheim angeschaut.

Montagvormittag in Bergheim. Ein Polizeibus rollt auf den Parkplatz einer örtlichen Bäckerei. Die Beamten der Bereitschaftseinheit schwärmen in zwei Trupps aus. Ob im Supermarkt, im Blumengeschäft oder am Kebap-Stand - jeder wird kontrolliert. „Bitte zeigen Sie mir Ihren 2-G-Nachweis“, hört man die Beamten sagen. Beanstandungen gibt es an diesem Tag keine, dafür aber viel Verständnis seitens der Betroffenen.

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Ich finde gut, dass von der Polizei kontrolliert wird – das könnte ruhig noch öfter sein. Wir haben häufig mit aggressiven Gästen zu tun, die die Regeln nicht befolgen wollen.

Ali Akdeniz betreibt das „Döner-Werk“ in Bergheim

Die Corona-Strategie der Salzburger Polizisten
Zwei spezielle „Corona-Streifen“ pro Bezirk, Schwerpunktkontrollen gemeinsam mit den Gesundheitsämtern und zusätzliche Überwachung der Covid-Maßnahmen im Rahmen der „normalen“ Streifentätigkeit. Das ist das Rezept der Salzburger Exekutive für die kommenden Wochen.

Auch im Einzelhandel darf man ohne 2-G-Nachweis nur Dinge des täglichen Bedarfs einkaufen (Bild: Tschepp Markus)
Auch im Einzelhandel darf man ohne 2-G-Nachweis nur Dinge des täglichen Bedarfs einkaufen

„Im Handel und in der Gastronomie lässt sich die Einhaltung der Vorgaben sehr leicht kontrollieren“, erklärt Hans Wolfgruber von der Salzburger Polizei.

Die Beamten überprüften bei der Aktion Betriebe aller Sparten. (Bild: Tschepp Markus)
Die Beamten überprüften bei der Aktion Betriebe aller Sparten.

Er räumt aber ein, dass es „schwer zu kontrollieren“ sei, ob sich jemand, den man im öffentlichen Raum antrifft, auch wirklich dort aufhalten darf. Aufgrund der Vielzahl der möglichen Ausreden sei schlussendlich die „Glaubhaftmachung“ gegenüber der Polizei und den Behörden ausschlaggebend. Wenn man erwischt wird, kann es richtig teuer werden. Dann drohen Tausende Euro Geldstrafe.

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