Gewählt

Schewtschenko Europas Fußballer des Jahres

Sport
13.12.2004 19:27
Bei der von "France Football" veranstalteten Wahl unter Journalisten aus 52 Ländern siegte Schewtschenko mit 175 Punkten vor dem Portugiesen Deco (FC Barcelona/139) und dem Brasilianer Ronaldinho (FC Barcelona/133).
"Das ist ein ganz besonderer Tag für mich.Ich glaube, ich habe diese wertvolle Auszeichnung verdient undich möchte sie meinen Leuten in der Ukraine widmen, meinemVolk in diesem besonderen Moment", sagte Schewtschenko überdie Ehrung mit dem goldenen Ball. Die prestigeträchtige Auszeichnungdürfte er sich vor allem durch seine vielen und oft spektakulärenTreffer verdient haben. 
 
Den exakt 100 Toren, die er bis zum Wochenende alleinin der Serie A erzielt hatte, ließ er gegen Florenz erneuteinen Doppelpack folgen. "Wenn ein Stürmer in Ballbesitzist, darf er nur ans Toreschießen denken. Mein einzigesZiel ist, möglichst immer zu treffen", erklärte er seineganz persönliche Vorstellung vom Fußball- Spiel. 
 
Seit 5 Jahren in Italien
Seit 1999 spielt Schewtschenko in Italien, wo dervon Dynamo Kiew transferierte Stürmer die für damaligeVerhältnisse sensationelle Ablösesumme von rund 21 MillionenEuro als erster ausländischer Torschützenkönigsofort wieder einspielte. Damals erzielte er 24 Saisontore; eineAnzahl, die er außer in seinem Seuchenjahr 2002 mit vielenVerletzungen stets erreichte. Heute gilt er deshalb bereits alslegitimer Nachfolger von Milans Ex-Goalgetter Marco van Basten.
 
Nicht alles in Schewtschenkos Leben lief so rundwie beim Fußball. Der nahe Tschernobyl geborene Profi musstenach der dortigen Reaktor- Katastrophe ans Schwarze Meer umsiedeln.Damals stand auch die Karriere auf der Kippe: Bei der Aufnahmeprüfungfür die Sportschule fiel er wegen mangelnder Kicker-Fähigkeitendurch. Zu seinem Glück wurde die Nachwuchs-Abteilung seinesspäteren Stammclubs Dynamo dann aber doch noch auf ihn aufmerksam.Heute ist er froh darüber und blickt vor allem auf die letztenbeiden "außergewöhnlichen Jahre" zurück: In dieserZeit erlebte er nicht nur sportlich sein Glück. Er heirateteund wurde Vater. 
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