27.10.2021 13:41 |

Schneller als erwartet

Steiermärkische hat sich von der Krise erholt

„Wir erleben eine schnelle Erholung, schneller als erwartet. Wir reden nicht mehr über Sorgen und Existenzängste, sondern woher bekomme ich Chips und wie lange muss ich auf mein Auto warten.“ Gerhard Fabisch, Vorstandsvorsitzender der Steiermärkischen Sparkasse, berichtete am Mittwoch bei einem Pressegespräch in Graz von der rasanten Erholung der Wirtschaft und Gesellschaft nach der Corona-Krise.

Der Aufschwung ist in fast allen Branchen spürbar,  nur ein bisschen weniger bei Fitnessstudios und in der Stadthotellerie. Die finanzielle Betroffenheit lasse nach: Nur noch 72 Prozent der Steirerinnen und Steirer seien laut einer von Erste Bank und Sparkassen in Auftrag gegebenen Studie gar nicht mehr finanziell von der Coronakrise betroffen. 2020 waren es 62 Prozent. Der Aufschwung zeige sich laut Fabisch auch beim Bankgeschäft: „Wir haben jedenfalls schon wieder das Niveau von 2019.“

„Die Leute investieren  wieder“
Das Kreditwachstum ist für das Jahr 2021 bisher bei rund acht Prozent und damit außergewöhnlich hoch. Normal wären drei bis dreieinhalb Prozent, schilderte der Vorstand. Die Wachstumsraten beim Retailgeschäft seien erfreulich: „Das Geschäft kommt zurück. Die Leute investieren wieder.“ 

Die Sparquote ist mit rund 14 Prozent noch immer deutlich höher als zu Nicht-Krisen-Zeiten, sie werde aber 2022 auf voraussichtlich knapp acht Prozent zurückgehen und damit wieder auf ein normales Niveau fallen. „Das wird sich auch in der Wirtschaft und beim Konsum widerspiegeln“, sagte Fabisch voraus.

Weltspartage „fast wie früher“
Der bevorstehende Weltspartag und die entsprechenden Aktionstage bei der Steiermärkischen werden fast wieder wie früher sein. Im Vorjahr hatte es wegen der Corona-Pandemie strenge Vorgaben gegeben, eine Weltsparwoche war ausgerufen worden, um weniger Menschen auf einmal in den Filialen zu betreuen. Auf die traditionellen Empfänge zum Weltspartag wird  aber auch heuer wieder verzichtet.

Derzeit betreibt die Sparkasse 125 Filialen in der Steiermark. 2022 ist aus jetziger Sicht keine Schließung geplant. In den vergangenen zehn Jahren wurden allerdings rund 15 Filialen geschlossen bzw. fusioniert. Dieser Trend dürfte sich laut Fabisch fortsetzen. Er rechnet damit, dass bis 2050 wohl nur noch rund 80 Filialen betrieben werden. Besonders in den Städten sei ein Wandel hin zu eher größeren Filialen zu sehen.

Im ländlichen Bereich werde diskutiert, was für die Kundinnen und Kunden zumutbar sei. Der Vorstandsvorsitzende meinte aber auch, dass man in Österreich verwöhnt sei, „denn in Schweden beispielsweise sind Bankfilialen in 100 Kilometer Entfernung zum Wohnort keine Seltenheit.“

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