Die Befürchtungen waren ohnehin schlimm bei den Behindertenverbänden. Am Montag kam dann aber der Hammer, da rückte Soziallandesrat Siegi Schrittwieser (SPÖ) mit der detaillierten Wahrheit heraus. Und die ist höchst unangenehm.
Verein entlastet derzeit 70 Familien
"Wenn die Pläne durchgezogen werden, müssen wir zusperren", sagt Helene Lexer, die Leiterin von "Christina lebt" . Der Verein entlastet im Bezirk Weiz 70 Familien mit behinderten Angehörigen, darunter viele Kinder, indem diese für ein paar Stunden im Vereinszentrum oder auch zu Hause liebevoll betreut werden.
Nun droht das Aus. Bis Mitte 2012 läuft die "Galgenfrist", dann endet der Vertrag mit dem Land. Die weitere Perspektive: 18 von 27 Mitarbeitern werden gekündigt, das Stundenkontingent radikal gekürzt. Es hätte wohl keinen Sinn mehr.
"Familien werden an den Rand gedrängt"
Bei den Betroffenen ist der Schock riesig, wie zahlreiche berührende Briefe an die "Steirerkrone" zeigen. Lexer: "Die Familien werden an den Rand gedrängt, vor allem Mütter können dann gar nie mehr durchatmen." Neben "Christina lebt" sind viele weitere Behindertenorganisationen betroffen. Im Bezirk Weiz will man kämpfen. Am Donnerstag wird ab 14 Uhr in der Stadt Weiz demonstriert. Motto: "Behinderung hat ein Gesicht."
Leserbriefe an die "Steirerkrone":
von Jakob Traby, "Steirerkrone"
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