„Totaler Affront“

Palästinenser „schießen“ gegen FIFA-Boss Infantino

Der palästinensische Fußball-Verband hat ein geplantes Treffen mit dem FIFA-Präsidenten Gianni Infantino aus Protest in letzter Minute abgesagt! Der Grund sei Infantinos Teilnahme an einer Veranstaltung im Toleranz-Museum in Jerusalem, das auf einem muslimischen Friedhof erbaut worden sei, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung des Verbands. Dies sei ein „totaler Affront gegen die Werte religiöser Toleranz und friedlicher Koexistenz“, für die auch die FIFA stehe ...

Infantino hatte am Montag an der Eröffnung des Friedman-Zentrums für Frieden durch Stärke im Toleranz-Museum in Jerusalem teilgenommen. Initiator der Einrichtung ist David Friedman, früherer US-Botschafter in Israel und Vertrauter des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Er steht für eine klar pro-israelische und auch siedlerfreundliche Politik.

Infantino sagte bei seinem ersten offiziellen Israel-Besuch, die Annäherungsverträge Israels mit arabischen Staaten wie Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten könnten den Weg dazu bahnen, dass Israel und seine arabischen Nachbarn in Zukunft gemeinsam die Fußball-WM abhalten. „Warum können wir nicht von der Weltmeisterschaft in Israel und bei seinen Nachbarn träumen?“, sagte Infantino nach Angaben der „Times of Israel“.

2018 hatte die FIFA eine zwölfmonatige Sperre gegen den Vorsitzenden des palästinensischen Fußball-Verbands, Dschibril Radschub, verhängt. Dieser hatte vor einem geplanten Testspiel der argentinischen Nationalmannschaft mit ihrem Topstar Lionel Messi in Jerusalem dazu aufgerufen, Trikots und Poster von und mit Messi zu verbrennen, sollte dieser in Jerusalem spielen. Das Spiel wurde abgesagt.

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Samstag, 16. Oktober 2021
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