21.09.2021 11:48 |

„Gefährdet Gesundheit“

Wöginger kritisiert „Impf-Heuchelei“ der FPÖ

Am Dienstag hat sich ÖVP-Klubobmann August Wöginger in den seit Tagen dauernden Impfstreit zwischen den Freiheitlichen um ihren nach eigenen Angaben ungeimpften Parteichef Herbert Kickl und der Volkspartei eingeschaltet. Er kritisierte, dass die „Impf-Heuchelei“ der FPÖ nicht nur die Gesundheit und das Leben vieler Menschen gefährde, sondern auch eine „Gefahr für den Wirtschaftsstandort“ darstelle.

In einer Aussendung bezeichnete er Kickl als „Chef-Krawallmacher“, der einen „Quasi-Kreuzzug gegen die Impfung“ führe. Bereits am Montag hatte sich Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) in die Debatte eingeschaltet und dem blauen Klubobmann vorgeworfen, die Bevölkerung mit falschen Informationen über die Schutzimpfung aufzustacheln.

„Diese Heuchelei ist unfassbar“
Wöginger stört sich vor allem auch daran, dass zahlreiche blaue Spitzenfunktionäre gegen Covid-19 geimpft seien und trotzdem die impfskeptische Haltung ihres Parteichefs unterstützen würden, „während etwa die Herren Nepp, Vilimsky oder Graf sich und andere vernünftigerweise schützen“. „Diese Heuchelei von Volksvertretern, die alles dafür tun sollten, die Bevölkerung vor Schaden zu bewahren, ist unfassbar“, so Wöginger.

Kickl reagierte noch am Montag mit einem Facebook-Posting auf die türkise Kritik, in dem er die Freiwilligkeit der Corona-Impfung in den Vordergrund stellte. Er würde jedenfalls „niemals auf die Idee kommen“, jemanden dazu zu verpflichten, sich nicht impfen zu lassen.

Wöginger wirft Kickl Spaltung der Gesellschaft vor
Laut Wöginger ist es Kickl unbenommen, sich „auch weiter einzubilden, er könnte sich mit Bitterstoffen, Vitaminen oder von mir aus auch mittels Geisterbeschwörung“ vor Corona schützen - „aber bitte nicht auf Kosten der Bevölkerung, die durch die pseudowissenschaftlichen Referate des FPÖ-Obmanns nur verunsichert und gespalten wird.“

Zuvor war bekannt geworden, dass Kickl die von ihm angekündigte Klage gegen Falstaff-Herausgeber und PR-Berater Wolfgang Rosam eingebracht hatte, weil dieser in den Raum stellt, Kickl könnte bereits gegen Covid-19 geimpft sein.

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