Haberlander gab o.k.

„Maskenaffäre“ kocht zu Wahlkampfende hoch

Die teure Beschaffung von Corona-Schutzausrüstung wird im Endspurt des Wahlkampfs zum Thema. LH-Vize Christine Haberlander gab damals das Okay...

Im Wahlkampf-Endspurt wird die sogenannte „Maskenaffäre“ wieder hochgekocht. Bei den Ankäufen von Corona-Schutzausrüstung für medizinisches Personal im Frühjahr 2020 durch die Gesundheitsholding (OÖG) des Landes, bekam ja ein bis nach China gut vernetzter ÖVP-naher PR-Berater von der OÖG Aufträge um 4,6 Millionen Euro (von insgesamt 70,4 Millionen Euro) – zu den in der damaligen Pandemie-Krise verlangten weit höheren Marktpreisen als sonst.

Masken wenigstens geliefert
Der ÖVP-Mann hat seine Schutzmasken, etc., immerhin geliefert. Einem deutschen Ein-Mann-Betrieb, bei dem um 18,8 Millionen € eingekauft wurde, musste die OÖG noch jüngst nachlaufen, damit er Untersuchungshandschuhe um 3,7 Millionen € endlich liefert. Mitte Oktober sollen die ersten Container mit dieser Ware kommen, bezahlt ist sie längst – zu einem Preis im teuren damaligen Spektrum. Im mehr als ein Jahr alten Bericht der Konzernrevision der OÖG (der dem Bundesrechnungshof übermittelt wurde) wurden alle Auftragsvergaben penibel analysiert; manchem Zweifel hielt die zuständige Technische Direktion entgegen, die jeweilige Bestellung sei „alternativlos“ gewesen.

Der wahre Skandal ist aber, dass es in Oberösterreich bei fast allen Playern im Gesundheitswesen keinerlei Vorsorge für eine Pandemie gab und daher alles dringendst Notwendige teuer besorgt werden musste. Dies mit dem grundsätzlichen o.k. von VP-Gesundheitsreferentin Christine Haberlander: Laut ihrer Aussage vom 18. März 2020 „geht es in Ordnung, das alles Verfügbare bestellt wird“, heißt es im Revisionsbericht.

Werner Pöchinger
Werner Pöchinger
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