Ein Tier verstarb

Fünf sterbenskranke Katzen am Waldrand ausgesetzt

Oberösterreich
13.09.2021 08:48
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Am Waldrand nahe seinem Wohnsitz in Handenberg (oberösterreichischer Bezirk Braunau) entdeckte ein aufmerksamer Anrainer fünf hilflose Katzenbabys, schwer krank, eines bereits tot - und weit und breit keine Mutter. Es war offensichtlich, dass die armen Kleinen ausgesetzt worden waren. Er ließ die Überlebenden direkt zu Pfotenhilfe-Chefin Johanna Stadler bringen, die sich bestürzt über den katastrophalen Gesundheitszustand der Babys zeigte.

„Die erst etwa drei Wochen alten Katzenbabys hätten noch mindestens fünf Wochen Muttermilch gebraucht. Noch schlimmer ist aber, dass sie aufgrund ihres unbehandelten Katzenschnupfens so stark vereiterte Augen haben, dass wir um ihr Augenlicht bangen und sie zudem dermaßen mit Fliegeneiern übersät waren, dass ich nicht wusste, was ich zuerst machen soll: reinigen, verarzten, Flascherl geben - es war ein dramatischer Kampf ums Überleben der vier hilflosen, sterbenskranken Babys an diesem Sonntagvormittag. Zum Glück unterstützten mich meine Tochter und mein Mann tatkräftig“, so Stadler verzweifelt.

Abscheuliche Grausamkeit
„Aber wer so eine abscheuliche Grausamkeit zustande bringt, würde mich schon sehr interessieren. Zuerst illegal die Mutterkatze nicht zu kastrieren, dann ihre schwer kranken Babys so lange unbehandelt leiden zu lassen, bis sie fast erblinden, und sie dann auch noch auszusetzen, um sie verhungern zu lassen. So kaltherzig und skrupellos muss man erst einmal sein!“

Die Chefin hofft, alle vier Kätzchen durchzubringen, was keinesfalls gesichert ist, da unbekannt ist, wie lange sie schon unversorgt waren. Katzenbabys in einem Alter von unter acht Wochen von der Mutter zu trennen, ist ein Verwaltungsdelikt, für das Geldstrafen drohen. Derart vorsätzliche Tierquälerei ist aber gerichtlich mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe zu ahnden (§222 StGB).

Hoffen auf Hinweise
Die Tierschutzorganisation Pfotenhilfe bittet daher um Hinweise auf den oder die Täter, um die Staatsanwaltschaft einschalten zu können. Wenn es nicht anders geht, dann lieber anonym als gar nicht, über das Kontaktformular auf www.pfotenhilfe.at

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