10.09.2021 16:43 |

Viel Lob für Stronach:

„Jetzt startet er mit dem Auto noch einmal durch“

Der austro-kanadische Unternehmer Frank Stronach sorgt nach seinem Jahre zurückliegenden politischen Flop mit der Partei Team Stronach nun mit neuen Werken für Mikro-E-Fahrzeuge wieder für positive Schlagzeilen: Für sein Mini-Elektrofahrzeug namens Sarit will er nach einem Werk in Kanada weitere Standorte in Europa öffnen. In Laßnitzthal nahe Gleisdorf in der Steiermark soll das europäische Headquarter samt Fabrik und Forschung entstehen, kündigte er am Freitag an. Die heimische Politik ist voll des Lobes: „Jetzt startet er mit dem Auto noch einmal durch“, freut sich Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP).

Der als Franz Strohsack im Bezirk Weiz geborene Unternehmer hat mit Magna Tausende Arbeitsplätze in die Steiermark gebracht.

„Es spielt alle Stückl“
Schützenhöfer konnte sich bei der Präsentation am Freitag an der TU Graz selbst ans Steuer setzen und unternahm nach einer Einweisung von Stronach eine Probefahrt am Gelände der TU Graz. „Es spielt alle Stückl, ist erschwinglich und hat günstige Betriebskosten.“

500 neue Arbeitsplätze durch Werk in Steiermark
Der Landeshauptmann prognostizierte zumindest 500 Arbeitsplätze durch das Werk in Laßnitzthal. Vize-Landeshauptmann Anton Lang (SPÖ) meinte, dass der Sarit „in wenigen Jahren aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken sein“ werde. Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) ergänzte: „Stronach denkt und setzt auf die Steiermark.“ Schützenhöfer unterstrich zudem: „Die Automobilindustrie ist im Umbruch.“ Er dankte Stronach für die geplante Investition und sprach auch dessen Scheitern in der Politik an: „Auch die Erfolgreichsten haben Dellen im Lebenslauf.“

4000 Euro Einstiegspreis
Die Fabrik in Kanada sei gerade im Aufbau, sagte Stronach. Die „Massenproduktion“ sei ab März geplant. Nach Kanada Österreich - und hier konkret die Steiermark - das nächste Land sein, wo er mit dem Sarit Fuß fassen will: „Die ‘Micro-Mobility‘ wird kommen.“ Das Werk in Kanada soll im März fertig sein und im Vollbetrieb rund 120.000 Fahrzeuge pro Jahr produzieren. Die ersten Sarit-Modelle sollen Ende 2022 auch in Österreich zu kaufen sein und zwar für rund 4000 Euro Einstiegspreis.

Einsitzer mit etwa 80 Kilometer Reichweite
Geboten wird ein Einsitzer mit etwa 80 Kilometer Reichweite: „Der Hauptzweck ist der Weg von zu Hause zur Arbeit und zurück“, schilderte der gebürtige Oststeirer und Magna-Gründer seine Pläne. Laufe der Betrieb in Kanada gut, sollen weitere Standorte etwa in den USA und Europa entstehen - „nahe an den großen Städten“. In Österreich könne er sich neben dem europäischen Firmensitz nahe Gleisdorf einen weiteren Standort nahe Wien vorstellen.

Sein E-Auto könne an jeder Steckdose aufgeladen werden. Man wollte nicht breiter als 1,10 Meter und nicht länger als 2,30 Meter werden: So könnten vier Sarit auf einem normalen Pkw-Parkplatz abgestellt werden. Zwei seiner Mikro-Fahrzeuge können parallel auf der Straße fahren. Für Schnellstraßen und Autobahnen sei seine Innovation aber nicht ausgelegt. Ein Markenzeichen könnten grelle Farben sein, damit man nicht so leicht wie etwa Radfahrer übersehen werde.

Fabrik kostet bis zu 40 Millionen Euro 
Geplant sei, dass in den Werken vorwiegend die Teile, die von Zulieferbetrieben kommen sollen, zusammengebaut werden. 30 bis 40 Millionen Euro würde eine Fabrik mit einer Produktionskapazität von rund 120.000 Fahrzeugen pro Jahr kosten, schätzte Stronach. Die Pläne für den Bau in Laßnitzthal könnten im kommenden Jahr konkreter werden. Das Grundstück hat Stronach jedenfalls schon: Vor mehr als einem Jahrzehnt hat er dort rund 13 Hektar Grund erworben.

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