19.08.2021 19:22 |

Bereits 2018

CIA warnte die USA früh vor Rückkehr der Taliban

Der langjährige Anti-Terror-Chef für die Region Afghanistan, Douglas London, hat sich nun ausführlich zu den Vorwürfen von US-Präsident Joe Biden zum Geheimdienstversagen im Zusammenhang mit dem Wiederaufstieg der Taliban geäußert. Die Radikalislamisten ziehen inzwischen mordend durch das Land.

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Aus Kandahar kommen Meldungen, dass die Taliban mit öffentlichen Hinrichtungen begonnen haben. Im Norden des Landes wurde auf offener Straße eine Frau erschossen, weil sie keine Burka trug.Andere Bilder zeigen Frauen und Mädchen in Herat wieder die Schule besuchen.

Moderat gewordene Taliban? Ein Hirngespinst
Dass die Taliban in irgendeiner Weise moderater geworden oder gar verhandlungstauglich sind, wie es auch EU-Außenbeauftragter Josep Borrell offenbar hoffte, hat sich als Hirngespinst erwiesen. Die Machthaber der Radikal-Islamisten haben jedoch ein schwerwiegendes Problem. Sie haben keinen Zugriff auf die digitalisierten Geldreserven der afghanischen Regierung. Weswegen sie Regierungsmitarbeiter weiterhin bitten, zur Arbeit zu erscheinen.

CIA warnte Trump und auch Nachfolger Biden
Das UNO-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) veröffentlichte Zahlen rund um den Afghanistan-Feldzug seit 2001 (siehe Grafiken unten). Als ein Versagen des Geheimdienstes will es der vorhin angesprochene Douglas London nicht stehen lassen. Er warnte sowohl Joe Biden als auch 2018 dessen Vorgänger Donald Trump, „dass die afghanischen Streitkräfte unter den von uns beobachteten Umständen innerhalb von Tagen kapitulieren könnten“.

Afghanistan wurde zum innenpolitischen Spielball im Präsidentschafts-Wahlkampf. London wies auch Ex-Außenminister Mike Pompeo vor den Friedensverhandlungen in Doha mehrfach darauf hin, dass „seine Hauptziele - Zusicherung der Taliban, mit Al-Kaida zu brechen und eine friedliche Lösung des Konflikts mit der afghanischen Regierung anzustreben - höchst unwahrscheinlich zu erreichen“ seien.

 Kronen Zeitung
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