13.08.2021 06:17 |

„Kein Terror“

Schüsse in Plymouth in Südengland: Mehrere Tote

Bei einem gewaltsamen Angriff in der südenglischen Stadt Plymouth sind der Polizei zufolge sechs Menschen ums Leben gekommen - einer davon soll der Angreifer selbst sein. „Es hat einige Todesopfer gegeben und mehrere andere Verletzte werden vor Ort behandelt“, schrieb die Devon and Cornwall Police am Donnerstagabend in einem Statement. Man sei am frühen Abend zu einem „ernsthaften Vorfall mit Schusswaffen“ gerufen worden, hieß es. Alle Opfer hätten offenbar tödliche Schusswunden erlitten, ein terroristischer Hintergrund wird jedoch ausgeschlossen.

In welcher Verbindung der mutmaßliche Täter und die Opfer standen, blieb zunächst unklar. Eine Augenzeugin sagte der BBC, sie habe Schreie und mehrere Schüsse gehört. Der Täter habe die Tür eines Hauses eingetreten und das Feuer eröffnet. Dann sei er weggerannt und habe auf Menschen auf der Straße geschossen. Ein weiterer Zeuge beschrieb den Täter als einen „schwarz gekleideten Kerl mit einer Schrotflinte“.

Auf Videos auf Twitter waren auch mehrere Hubschrauber im Einsatz zu sehen (siehe unten). Über die genaue Anzahl der Opfer oder die Hintergründe der Taten waren zunächst keine Details bekannt.

Innenministerin: „Schockierender Vorfall“
Die britische Innenministerin Priti Patel nannte die Tat „schockierend“. Sie rief die Anrainer auf, Ruhe zu bewahren und den Anweisungen der Polizei zu folgen. „Meine Gedanken sind bei den Betroffenen“, schrieb Patel am Donnerstagabend auf Twitter. Sie sei mit dem zuständigen Polizeikommissar in Kontakt.

Der Chef der oppositionellen Labour-Partei Keir Starmer, sprach von einer „Tragödie“. Die Zeitung „Times“ berichteten unter Berufung auf nicht genannte Quellen, es könnte auch ein kleines Mädchen zu den Opfern gehören. Eine Bestätigung dafür gab es aber nicht.

Abgeordneter: Keine Verbindung zu Terrorismus
Mehrere lokale Politiker riefen die Anrainer auf, in ihren Häusern zu bleiben, den Anweisungen der Polizei zu folgen und keine Bilder oder Spekulationen in den sozialen Medien zu teilen. Der konservative Abgeordnete Johnny Mercer schrieb, der Vorfall habe keine Verbindung zu Terrorismus.

Polizei und Rettungshelfer waren mit einem Großaufgebot an Kräften im Einsatz.

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