Mord an Lehrling

Mit Tatwaffen auch Kriegsrelikt aus Donaukanal geholt

Österreich
25.02.2011 16:10
Vermutlich wegen 50 Euro ist der 18-jährige Lehrling Valmir L. in der Nacht auf den 4. Jänner im Wiener Bezirk Simmering ermordet worden. Die Tat gilt als geklärt, zwei Jugendliche - 16 und 17 Jahre alt - haben laut Polizei in dieser Woche ein umfassendes Geständnis abgelegt. Am Freitag wurden die Tatwaffen, zwei Messer (Bild rechts oben), aus dem Donaukanal geborgen. Dabei stießen die Taucher auch auf ein Kriegsrelikt (re. u.).

Unter widrigen Verhältnissen - starke Strömung, stark eingeschränkte Sicht und Außentemperaturen von minus sechs Grad - sind die Einsatzkräfte der Einheit WEGA unterhalb der Stadionbrücke fündig geworden, berichtete die Exekutive am Freitag.

Die Sichtung einer deutschen Sprenggranate aus dem Zweiten Weltkrieg war ein Nebeneffekt. Der Explosivkörper wurde dem Entminungsdienst des Bundeskriminalamts übergeben.

Wegen Geld für Drorgen erstochen
L. war in der Mordnacht von zwei Frauen in der Wiener Grillgasse mit mehreren Messerstichen im Rücken gefunden worden. Der 18-Jährige starb noch auf dem Weg ins Krankenhaus. Die am Dienstagnachmittag verhafteten Verdächtigen sollen ihr Opfer wegen des geringen Geldbetrages erstochen haben, das der Bursch kurz zuvor von dem Duo zum Drogenkauf erhalten und verspielt hatte.

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