Gewaltexzesse und sexuelle Übergriffe an Kindern und Jugendlichen, die in städtischen Einrichtungen untergebracht waren, sind ein dunkles Kapitel in der Innsbrucker Stadtgeschichte. Ein Kapitel, das nach Wunsch der Politik nun gründlich aufgearbeitet werden soll.
In den Verhandlungen mit dem Land sei man auf keinen grünen Zweig gekommen, weshalb nun eine eigene Kommission ihre Arbeit aufnehmen will: "Damit ist sichergestellt, dass ausreichend Zeit für die tief greifende und sensible Prüfung jedes einzelnen Falles zur Verfügung steht", berichteten Bürgermeister Christine Oppitz-Plörer und Vize-Bürgermeister Franz Gruber am Mittwoch.
Limit bei 25.000 Euro
Alle Fälle liegen Jahrzehnte zurück und sind strafrechtlich nicht mehr relevant, da verjährt. An den Folgen leiden viele Opfer freilich noch heute. Die Ergebnisse der Kommission, die übrigens das Vertrauen aller Opfer genießt, ist Grundlage für die Höhe der Entschädigungszahlungen. Das obere Limit liegt bei 25.000 Euro und damit höher als beim Land.
Auch Therapien sollen bezahlt werden. Über den Kostenschlüssel Stadt-Land werde noch verhandelt. Die Kommission besteht aus Historiker Horst Schreiber, Zivilrechtsexperten Heinz Barta und Psychotherapeutin Doris Preindl.









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