Zuerst war es nur der 36-jährige Erstangeklagte, der die harte Droge nach Tirol brachte. Immer jeweils rund 100 Gramm, die er für 5.500 Euro in Wien kaufte und um 6.200 Euro in der Landeshauptstadt an Wiederverkäufer weitergab - so der Staatsanwalt.
So gab er es zumindest an. Richterin Helga Moser wollte ihm nicht glauben, dass er für lediglich 700 Euro Gewinn ein dermaßen hohes Risiko bei den Zugfahrten einging.
Riskante Fahrten
Einem noch viel höheren Risiko setzte der Wiener allerdings seine aus der Slowakei stammende Freundin aus. Auch sie stieg in die Schmuggelfahrten ein und transportierte dabei das Kokain im Magen. In Form von Kapseln, die sie verschluckte. Dass im Falle eines Platzens Lebensgefahr herrscht, habe er nicht gewusst, sagte der Verdächtige am Landesgericht kleinlaut.
Insgesamt soll das Paar knapp vier Kilogramm Kokain in sehr guter Qualität nach Tirol geschmuggelt haben. Die Slowakin muss für vier Jahre, ihr Lebensgefährte für sechs Jahre hinter Gitter. Er meldete sofort Berufung an, sie erbat Bedenkzeit. Die Urteile sind somit nicht rechtskräftig.









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