Die Mühlen der Justiz mahlen zwar langsam, aber stetig. Vier Jahre lang laufen die Ermittlungen gegen GAK-Verantwortliche bereits, der "Fall Sturm" hat noch etwas länger gedauert.
Im vergangenen Sommer hat Gutachter Fritz Kleiner seine erste Expertise bei Staatsanwalt Johannes Winklhofer deponiert. Es lieferte die Grundlage für die ersten Einvernahmen von insgesamt 22 Beschuldigten. Das Ergebnis der Befragungen ging wiederum an Kleiner und führte zur Erstellung eines 102 Seiten dicken Ergänzungsgutachtens.
Den Kern der Ermittlungen bildet die Frage, wann und aus welchen Gründen es am Ende zur Zahlungsunfähigkeit des Klubs kam. Nach dem Konkurs gab es immerhin Forderungen von insgesamt etwa 20 Millionen Euro. Die Anschuldigungen reichen von Steuerhinterziehung über Schwarzgeldzahlungen bis zum Betrug, der Fälschung und der Täuschung. Auch eine grob fahrlässige Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen könnte angeklagt werden. Könnte -"denn noch steht gar nichts fest", sagt der Staatsanwalt.
"Könnte auch sein, dass Verfahren eingestellt wird"
Bis zum Mai will er die Gutachten studiert haben, dann folgt eine neuerliche Einvernahme der Beschuldigten, darunter sind auch drei Ex-Vereinspräsidenten. Anschließend geht der Akt zur Prüfung an die Oberstaatsanwaltschaft, von dort vermutlich weiter an das Ministerium. Erst wenn von dort grünes Licht kommt, wird die Anklage formuliert. Verhandlungstermin? Wohl nicht mehr heuer. Winklhofer: "Es könnte auch sein, dass das Verfahren eingestellt wird. Möglich ist alles!"
"Steirerkrone"









Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.