Frau Hoppe, wie sieht es im Moment auf den Covid-Stationen aus?
Zurzeit haben wir wenige Covid-Patienten auf den Stationen, keiner davon muss auf einer Intensivstation behandelt werden.
Wird das trotz der schnell ansteigenden Infektionszahlen so bleiben?
Nein. Der Blick auf die anderen Länder macht deutlich, dass mit steigenden Zahlen zeitversetzt auch wieder mehr Covid-Patienten ins Spital müssen. Die Belegungen werden jedoch glücklicherweise niedriger sein als in den drei vorhergegangenen Wellen – weil doch bei den Älteren die Durchimpfungsrate schon recht hoch ist. Wo wir jedoch noch Potenzial haben, ist bei der Immunisierung der 40- bis 60-Jährigen. Ein schwerer Verlauf macht hier eine intensivmedizinische Behandlung schon wahrscheinlicher. Und wenn sich im Rahmen einer Flächeninfektion sehr viele Ungeimpfte gleichzeitig anstecken, ist die Anzahl der Menschen, die ins Spital müssen, auch wieder höher.
Schützt die Impfung auch bei der Delta-Mutation vor einem schweren Verlauf?
Ja, das ist mittlerweile sogar wissenschaftlich belegt. Hin und wieder kommt es vor, dass jemand trotz Impfung eine Infektion mit mildem Verlauf hat. Die Erkrankungen, die dann intensivmedizinisch betreut werden müssen, sind bei Geimpften aber sehr selten.
Das heißt, Sie setzen voll auf die Impfung?
Natürlich – vorausgesetzt, man gilt als vollimmunisiert. Ich finde, wir haben da auch eine Verantwortung gegenüber denen, für die es noch keinen Impfstoff gibt – nämlich den Kindern. Denn noch einen Lockdown wegen zu vieler Ungeimpfter sollten wir absolut vermeiden – auch im Sinne der Kinder.
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