Beschwerde bei EU

Steirer protestieren gegen Ausbau des Reaktors Mochovce

Steiermark
18.02.2011 09:52
In der Slowakei, Slowenien und Italien stehen teils schrottreife Atommeiler, die der Steiermark gefährlich werden könnten. In der Regierung schrillen deshalb die Alarmglocken: Im Fall von Mochovce ergeht nun eine Beschwerde an die Europäische Kommission.

Die Steiermark ist umzingelt von ausländischen Atomkraftwerken, die uns im Falle eines GAUs extrem gefährlich werden können. Entsprechend groß ist die Sorge der Umweltlandesräte: Erst im September deponierte Manfred Wegscheider (jetzt Landtagspräsident) in Venedig eine Anti-Atom-Petition, da ein in Chioggia geplanter Meiler Gift-Strahlung bis nach Graz schicken würde.

Am Donnerstag musste sein Nachfolger Gerhard Kurzmann (FPÖ) die Regierungskollegen mit neuen Atom-Plänen befassen. Die Slowakei bastelt wieder einmal an ihrem Schrottkraftwerk Mochovce herum und erweitert die Anlage - freilich, ohne die lieben Nachbarn zu fragen. Die wollen aber gehört werden, weshalb an die Europäische Kommission ein geharnischtes Schreiben ergeht. "Wir erheben Beschwerde wegen Nichteinhaltung des Gemeinschaftsrechts!"

Gravierende Sicherheitsmängel
Unter anderem werde - wegen gravierender Sicherheitsmängel - gegen den EURATOM-Vertrag verstoßen, kritisiert Gerhard Kurzmann. Immer wieder sorgen Meldungen über Störfälle in Grenz-Reaktoren auch in der Steiermark für Aufregung. 2008 wurde nach einer Panne im slowenischen Krko Alarm in der Landeswarnzentrale gegeben. Passiert ist zum Glück nichts. 

von Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"

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